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E.ON auf Kurs: Analysten sehen Jahresziel in greifbarer Nähe

Deutsche Bank und Jefferies loben solide Halbjahresergebnisse – oberes Ende der Prognose von 2,9 Milliarden Euro scheint erreichbar.

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E.ON auf Kurs: Analysten sehen Jahresziel in greifbarer Nähe

Der deutsche Energiekonzern E.ON hat mit seinen Halbjahresergebnissen die Erwartungen der Analysten erfüllt – und könnte sogar mehr liefern als erwartet. Sowohl die Deutsche Bank als auch das US-Investmenthaus Jefferies bewerten die Zahlen positiv und sehen das Unternehmen gut positioniert, um seine Jahresziele zu erreichen oder zu übertreffen. Die E.ON-Aktie schloss zuletzt bei 19,02 Euro.

Die Analysten der Deutschen Bank, James Brand und Olly Jeffery, bescheinigen den Halbjahresergebnissen, keine Überraschungen zu enthalten. Die soliden Zahlen positionierten E.ON gut, um die Prognose für das Gesamtjahr zu erfüllen oder sogar zu übertreffen. Ein klares Vertrauenssignal für Anleger, die auf Stabilität im Energiesektor setzen.

E.ON: 68 Prozent des Jahresziels bereits erreicht

Noch konkreter werden die Jefferies-Analysten Ahmed Farman und Arturo Murua. Demnach hat E.ON bereits rund 68 Prozent des Mittelwerts der Jahresprognose beim bereinigten Nettoergebnis erreicht. Der Mittelwert der Prognose liegt bei 2,8 Milliarden Euro. Damit ist das Unternehmen auf einem soliden Kurs für das zweite Halbjahr.

Besonders aufschlussreich ist der historische Vergleich, den Jefferies anstellt: In den vergangenen drei Jahren habe E.ON im zweiten Halbjahr durchschnittlich rund 1 Milliarde Euro zusätzlich verdient. Sollte sich dieses Muster wiederholen, erscheint das obere Ende der Prognose von 2,9 Milliarden Euro laut den Analysten in greifbarer Nähe. Für Aktionäre wäre das eine erfreuliche Entwicklung.

Macquarie stuft Channel Infrastructure auf Neutral herab

Aus dem Energie- und Versorgersektor kommt auch eine Abstufung: Das australische Investmenthaus Macquarie hat den neuseeländischen Kraftstoffimporteur Channel Infrastructure von „Outperform" auf „Neutral" herabgestuft. Ausschlaggebend sei dabei die Bewertung und nicht eine Änderung des grundlegenden Investment-Case, betonen die Analysten ausdrücklich.

Macquarie würdigt Channel Infrastructure weiterhin als hochwertigen strategischen Infrastrukturwert. Das Unternehmen profitiere von defensiven, vertraglich gesicherten Erträgen sowie wertvollen Wachstumsoptionen am Standort Marsden Point. Die Herabstufung spiegelt damit keine Zweifel an der Qualität des Unternehmens wider, sondern lediglich die aktuelle Bewertungssituation.

Die Aktie von Channel Infrastructure befindet sich in einer bemerkenswerten einjährigen Rally. Zuletzt notierte sie mit einem Plus von 0,6 Prozent bei 8,25 Neuseeland-Dollar – verglichen mit nur 2,12 Neuseeland-Dollar vor einem Jahr. Angeheizt wurde die Kursrally laut Macquarie auch durch den Nahostkonflikt, der die strategische Bedeutung lokaler Kraftstofflagerstätten ins Bewusstsein gerückt hat.

Trotz der Abstufung sieht Macquarie weiteres Aufwärtspotenzial für Channel Infrastructure. Allerdings müsse die operative Umsetzung nach der starken Neubewertung nun aufholen, so die Analysten. Für Investoren bedeutet dies: Die Aktie bleibt interessant, doch das Chance-Risiko-Verhältnis hat sich nach dem starken Kursanstieg verschoben.

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