Chipdesigner Arm geht Automarkt an
Das Unternehmen kämpft im Automobilsektor gegen Intel und MIPS

Der Chipdesigner Arm hat seinen Umsatz im Automobilbereich seit 2020 mehr als verdoppelt. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Großbritannien sucht nach neuen Wachstumsmöglichkeiten, bevor es in diesem Jahr an die Börse gehen will.
Dennis Laudick, Vice-President of Automotive Go-to-Market bei Arm, erklärte, dass das Wachstum in diesem Segment - das von der Elektrifizierung bis hin zu fortschrittlichen Fahrerassistenzsystemen (ADAS) und Infotainment im Fahrzeug reicht - schneller voranschreitet als in anderen Bereichen wie Smartphones und Rechenzentren.
Das liegt daran, dass moderne Autos eine größere Menge an Chips benötigen, die zudem teurer sind als je zuvor. Es ist einer der wenigen Bereiche des Chipsektors, der aufgrund der starken Nachfrage in diesem Jahr unter starken Engpässen leiden dürfte.
"Ein High-End-Auto nähert sich einem der komplexesten Stück Software, das man derzeit auf der Welt haben kann", sagte Laudick der Financial Times. "Es ist im Grunde ein Rechenzentrum auf Rädern.
Der Gesamtumsatz von Arm stieg im Jahr 2022 um 35 Prozent auf 2,7 Mrd. £. Das Unternehmen, das sich im Besitz der SoftBank befindet, gibt keine konkreten Zahlen bekannt, sagte aber, dass sich die Einnahmen aus dem Automobilgeschäft in den letzten vier Jahren verfünffacht haben.
Der konzertierte Vorstoß in die Belieferung einer Branche, die sich rasch auf Elektrofahrzeuge und fahrerlose Transportsysteme umstellt, wird für die Pläne des SoftBank-Milliardärs Masayoshi Son, Arm in diesem Jahr mit einem Börsengang in New York wieder an die Börse zu bringen, von entscheidender Bedeutung sein.
Die Investoren werden abwägen, ob Arm, das von der Entwicklung der Chips, die in den meisten Smartphones der Welt zu finden sind, enorm profitiert hat, weiterhin wachsen kann.
Das Unternehmen steht im harten Wettbewerb mit Konkurrenten wie Intel, MIPS und Synopsys, die ebenfalls darum kämpfen, das effizienteste und leistungsfähigste geistige Eigentum für die Chiphersteller in einer sich schnell entwickelnden Branche zu entwickeln.
