Chinas Exportwachstum verlangsamt sich im April
Sinkende Importe und geopolitische Spannungen sorgen für Herausforderungen in Chinas Wirtschaft.

Chinas Außenhandel hat im April eine schwächere Entwicklung verzeichnet, da die Exporte im Vorjahresvergleich nur um 8,5 Prozent auf 295,4 Milliarden Dollar gestiegen sind, während die Importe im Jahresvergleich um 7,9 Prozent gesunken sind. Experten sehen die Gefahr, dass die wirtschaftliche Erholung Chinas durch eine sich verlangsamende Weltwirtschaft und zunehmende geopolitische Spannungen gefährdet sein könnte. Die Regierung hat sich für dieses Jahr ein Wachstumsziel von rund 5 Prozent gesetzt, nachdem sie das Ziel für 2022 deutlich verfehlt hatte.
Während der Dienstleistungssektor in China wächst, zeigen andere aktuelle Wirtschaftsindikatoren, dass die wirtschaftliche Erholung uneinheitlich verläuft. Der Einkaufsmanagerindex des Wirtschaftsmagazins Caixin für das verarbeitende Gewerbe fiel im April auf 49,5 Zähler, während der Index für den Dienstleistungssektor weiterhin über der Wachstumsschwelle bleibt. Die weltweite Konjunkturabkühlung und der nur langsam anziehende Inlandsverbrauch haben zu den schwierigen Aussichten beigetragen.
Die Regierung hat sich bemüht, durch eine Lockerung der Corona-Politik und eine Reihe von Maßnahmen zur Unterstützung der Unternehmen und der Infrastruktur einen wirtschaftlichen Aufschwung in China zu erreichen. Es bleibt abzuwarten, ob die gegenwärtige Schwächephase lediglich vorübergehend ist oder ob sie länger anhält. Chinas wirtschaftliche Entwicklung wird von den Entwicklungen in der Weltwirtschaft und von geopolitischen Faktoren beeinflusst, was bedeutet, dass es schwer zu prognostizieren ist, wie es weitergeht.
