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Chinas Autohersteller dominieren Innovationsranking

Deutsche Konzerne fallen zurück – Chinesische E-Mobilität überzeugt durch technologische Fortschritte.

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Chinas Autohersteller dominieren Innovationsranking

Die Innovationskraft chinesischer Autohersteller nimmt stetig zu, wie eine neue Studie des Center of Automotive Management (CAM) zeigt. Die Ergebnisse, die dem Handelsblatt vorab vorliegen, verdeutlichen, dass Marken wie Geely, Saic, Xpeng, BYD und GAC erstmals zu den zehn innovativsten Autoherstellern der Welt gehören. Besonders bemerkenswert ist, dass BMW den ersten Platz im Ranking belegt, während der Volkswagen-Konzern, der bisher an der Spitze stand, auf den sechsten Rang zurückgefallen ist. Diese Entwicklungen finden vor dem Hintergrund einer aktuellen Debatte über Zölle auf Elektroautos aus China statt.

Die CAM-Studie untersucht rund 700 Serieninnovationen und 300 Vorserienideen der letzten zwölf Monate und bewertet diese anhand eines festgelegten Kriterienkatalogs. Die Studie zeigt, dass die Innovationsleistungen chinesischer Autohersteller insbesondere in den Bereichen Elektromobilität, automatisiertes Fahren und On-Board-Elektronik bemerkenswert sind. Studienleiter Stefan Bratzel hebt hervor, dass 46 Prozent der globalen Innovationsstärke mittlerweile auf chinesische Hersteller entfallen, ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu 2019, als der Anteil noch bei 21 Prozent lag.

Die Diskussion um unfaire Wettbewerbspraktiken wird durch diese Entwicklungen weiter angeheizt. Mitte Juni verhängte die Europäische Kommission Sonderzölle von bis zu 38 Prozent gegen chinesische Elektroautohersteller, da die chinesische Regierung den Markt mit Milliardensubventionen und Überkapazitäten verzerrt. Peking fordert die Aufhebung dieser Zölle bis Anfang Juli und hat sich zu weiteren Verhandlungen bereiterklärt.

Ein Blick auf die Fertigungstiefe und Produktionskapazitäten zeigt, dass chinesische Hersteller wie BYD durch ihre eigene Batterieproduktion einen Wettbewerbsvorteil haben. Diese vertikale Integration beschleunigt den Innovationsprozess. Zudem sind auch deutsche Zulieferer wie ZF, Continental und Bosch zunehmend in China aktiv, was teilweise den Innovationsvorsprung chinesischer Hersteller erklärt.

Die Innovationsstärke der chinesischen Hersteller zeigt sich in verschiedenen Bereichen. Beispielsweise erreichen Geely und Xpeng mit ihren elektrischen Luxusvans beeindruckende Reichweiten. Darüber hinaus bieten fünf chinesische Hersteller automatisiertes Fahren auf Level 2+, das auch abseits der Autobahn genutzt werden kann.

Aus deutscher Sicht fällt auf, dass BMW seinen Spitzenplatz dank der Marke Mini einnimmt, die Innovationen aus höheren Segmenten auch in kleineren Modellen umsetzt. Demgegenüber steht Volkswagen, das aufgrund von Innovationsschwächen bei der Premiummarke Audi auf den sechsten Platz zurückgefallen ist. Audi hatte zuletzt mit Softwareproblemen zu kämpfen, die die Markteinführung des neuen Q6 e-tron um zwei Jahre verzögerten.

Die Gefahr, dass chinesische Hersteller Premiumfahrzeuge zu günstigeren Preisen anbieten könnten, wächst. Auf der Automesse in Peking stellte Xiaomi seine SU7-Limousine vor, die deutlich günstiger als vergleichbare Modelle deutscher Hersteller ist. Diese Entwicklungen zeigen, dass die Innovationsdynamik in der Automobilbranche derzeit stark von chinesischen Herstellern geprägt wird.

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