Chinas Autoabsatz im September steigt: Elektroantrieb dominiert
Tesla setzt Rabatte ein und übertrifft Erwartungen, Immobilienflaute beeinflusst Konsumverhalten

Der Automarkt in China zeigt im September eine eindrucksvolle Dynamik, wobei Elektrofahrzeuge besonders im Fokus stehen. Nach Angaben des chinesischen Verbandes Passenger Car Association (CPCA) verzeichnete der Pkw-Absatz im Vergleich zum Vorjahresmonat einen Anstieg von 4,7 Prozent, was insgesamt 2,04 Millionen Fahrzeugen entspricht.
Ein wesentlicher Wachstumstreiber waren die sogenannten New Energy Vehicles (NEV) oder klimaschonende Fahrzeuge, deren Absatz um beeindruckende 22,1 Prozent anstieg. Dies bedeutet, dass sie nun 33,6 Prozent des Gesamtabsatzes ausmachen. Neben der steigenden Nachfrage auf dem Inlandsmarkt konnte auch der Export von Fahrzeugen signifikant zulegen. Hier wurde ein Anstieg von 50 Prozent im Jahresvergleich verzeichnet, eine Steigerung von 31 Prozent gegenüber dem Vormonat.
Die Gründe für dieses Wachstum sind vielfältig. Traditionell neigen chinesische Käufer dazu, im September, vor den Nationalfeiertagen, vermehrt Fahrzeuge zu erwerben. Aber es gibt auch makroökonomische Faktoren, die den Autokauf beeinflussen. Cui Dongshu, der Generalsekretär der CPCA, kommentierte die aktuelle Marktlage und betonte, dass die aktuelle Immobilienkrise paradoxerweise positive Auswirkungen auf den Automarkt hat. Viele Menschen ziehen es nun vor, in Autos zu investieren, statt in Wohnraum, insbesondere vor dem Hintergrund der Konjunkturflaute in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt.
Einer der Hauptprofiteure dieses Trends ist Tesla. Das Unternehmen hat zu Jahresbeginn eine Rabattstrategie eingeführt, die sich nun deutlich auszahlt. Dank dieser Rabattaktionen konnte Tesla im September 30.566 in China hergestellte Fahrzeuge exportieren, ein enormer Anstieg von 57 Prozent gegenüber den 19.465 Fahrzeugen im August.
