ANZEIGE

China stoppt Boeing-Lieferungen wegen Handelskonflikt

US-Konzern sucht neue Abnehmer – Zölle sorgen für wirtschaftliche Spannungen

1 Min
 China stoppt Boeing-Lieferungen wegen Handelskonflikt

China hat die Annahme neuer Flugzeuge des US-Herstellers Boeing verweigert. Das Unternehmen bestätigte, dass von China gelieferte Maschinen zurückgeschickt wurden. Boeing-Geschäftsführer Kelly Ortberg erklärte in einem Interview, dass man nun alternative Käufer für die betroffenen Flugzeuge suche und dabei ein pragmatisches Vorgehen verfolge. Die Maßnahme erfolgt vor dem Hintergrund eines sich zuspitzenden Handelskonflikts zwischen den Vereinigten Staaten und der Volksrepublik China.

Die Vereinigten Staaten hatten zuletzt Importzölle in Höhe von 145 Prozent auf Waren aus China verhängt. Peking reagierte mit Gegenzöllen von 125 Prozent. Der US-Präsident zeigte sich inzwischen gesprächsbereit und stellte eine Senkung der Strafzölle auf 50 bis 65 Prozent in Aussicht. Medienberichten zufolge wird diese Maßnahme innerhalb der US-Regierung aktiv diskutiert, um den wirtschaftlichen Druck in dem anhaltenden Konflikt zu verringern.

Trotz der aktuellen Spannungen meldete Boeing für das erste Quartal 2025 einen Rückgang der Verluste. Das Unternehmen gab bekannt, dass der Fehlbetrag bei 31 Millionen Dollar lag. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres belief sich der Verlust noch auf 355 Millionen Dollar. Der Umsatz stieg um 18 Prozent auf insgesamt 19,5 Milliarden Dollar. Ausschlaggebend für diese Entwicklung war die Auslieferung von 130 Flugzeugen im Zeitraum von Januar bis März.

Boeing war in den vergangenen Jahren durch eine Reihe technischer Probleme und Sicherheitsmängel unter Druck geraten, insbesondere im Zusammenhang mit dem Modell Boeing 737-MAX. Die Ursachen der Vorfälle wurden von Fachleuten auf Fehler bei Produktion und Wartung zurückgeführt. Trotz dieser Herausforderungen plant der Konzern, die Produktionsrate der 737-MAX auf 38 Maschinen pro Monat zu erhöhen. Dieses Ziel wurde von Geschäftsführer Ortberg erneut bekräftigt.

An den Finanzmärkten zeigten sich unterdessen positive Reaktionen auf Signale einer möglichen Entspannung im Zollkonflikt. Entsprechende Aussagen aus dem Weißen Haus und von der US-Notenbank sorgten für steigende Kurse, insbesondere am deutschen Aktienmarkt. Die Börse in New York reagierte hingegen verhaltener auf die Entwicklungen.

ChinaBoeingUSAZölle

Meistgelesene News

  1. Chevron und Halliburton: Öldeal mit Venezuela treibt Aktienkurse an
  2. Tesla am Scheideweg: Rekordumsatz trifft auf milliardenschwere KI-Ambitionen
  3. Teslas 25-Milliarden-Wette: Vom Autobauer zum KI-Roboter-Konzern
  4. Tesla-Robotaxi-Strategie und BYD-Expansion prägen das globale EV-Duell
  5. Führungswechsel bei Volksbank Brawo und L3Harris erschüttern Märkte

Disclaimer