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Charles Schwab steigert Quartalsgewinn um 30 Prozent

Rege Handelsaktivität und volatile Märkte treiben den Nettogewinn des US-Brokers auf 2,48 Milliarden Dollar.

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Charles Schwab steigert Quartalsgewinn um 30 Prozent

Charles Schwab hat im ersten Quartal einen Nettogewinn von 2,48 Milliarden Dollar erzielt – ein Plus von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 1,91 Milliarden Dollar. Treiber des starken Ergebnisses waren eine außergewöhnlich rege Handelsaktivität der Kunden sowie volatile Finanzmärkte. Bereinigt um Einmaleffekte wie Akquisitionskosten verdiente Schwab 1,43 Dollar je Aktie und übertraf damit die Analystenerwartungen von 1,40 Dollar, die von FactSet erhoben worden waren.

Der Gesamtumsatz legte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 16 Prozent zu. Besonders stark stiegen die Handelseinnahmen, die um 20 Prozent zulegten. Auch der Zinsüberschuss – also die Differenz zwischen den Erträgen aus Krediten und Wertpapieren und den an Einleger gezahlten Zinsen – wuchs um 16 Prozent. Das gesamte verwaltete Kundenvermögen kletterte um 19 Prozent auf beeindruckende 11,8 Billionen Dollar.

Rekordhandel und steigende Margin-Kredite

Die Schwab-Kunden waren im Berichtszeitraum so aktiv wie nie zuvor. Im Februar erreichten die durchschnittlichen täglichen Handelsabschlüsse mit 9,9 Millionen einen neuen Rekordwert, wie das Unternehmen bereits im vergangenen Monat bekanntgegeben hatte. Zusätzlich stiegen die Bestände an Wertpapierkrediten, sogenannten Margin Loans – also Beträge, die Kunden von Schwab zum Kauf von Wertpapieren leihen – im Vergleich zum letzten Quartal des Jahres 2025 um 13 Prozent.

Die starken Ergebnisse von Schwab spiegeln einen breiteren Trend an der Wall Street wider. Die Handelsabteilungen der sechs größten US-Banken verzeichneten ebenfalls ein hervorragendes Quartal: Ihre Handelseinnahmen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 17 Prozent auf insgesamt 45 Milliarden Dollar. Dies geschah trotz eines schwachen Aktienmarkts – der S&P 500 erlebte sein schlechtestes Quartal seit fast vier Jahren. Kunden versuchten, von den Marktschwankungen zu profitieren, die durch steigende Ölpreise und geopolitische Spannungen ausgelöst wurden.

Regulatorische Änderung könnte weiteren Rückenwind bringen

Die Schwab-Aktie legte im vorbörslichen Handel nach Bekanntgabe der Ergebnisse leicht zu. Das Papier hatte bereits zu Beginn der Woche von einer weiteren positiven Nachricht profitiert: Aufsichtsbehörden planen, eine jahrzehntealte Regel abzuschaffen, die sogenannte „Pattern Day Trader" – also Anleger, die häufig innerhalb eines Tages handeln – dazu verpflichtete, ein Mindesteigenkapital von 25.000 Dollar auf ihren Margin-Konten zu halten.

Die mögliche Aufhebung dieser Anforderung könnte erhebliche Auswirkungen auf das Geschäftsmodell von Schwab haben. Kleinanleger, die bislang durch die Kapitalhürde vom aktiven Tageshandel ausgeschlossen waren, könnten künftig deutlich häufiger an den Märkten teilnehmen. Für einen Broker wie Schwab, der stark von Handelsvolumina und Margin-Krediten profitiert, wäre eine solche Entwicklung ein zusätzlicher Wachstumstreiber. Das Unternehmen zählt zu den größten Discount-Brokern der USA und ist auch für viele international orientierte Privatanleger ein bekannter Name.

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