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BNY steigert Gewinn durch starke Gebühren- und Zinserträge

Rekorderlöse von 5,4 Milliarden Dollar und ein Nettogewinn von 1,63 Milliarden Dollar überzeugen im ersten Quartal.

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BNY steigert Gewinn durch starke Gebühren- und Zinserträge

Die Bank of New York Mellon (BNY) hat im ersten Quartal 2026 ein starkes Ergebnis erzielt. Der Umsatz kletterte auf einen Rekordwert von 5,4 Milliarden Dollar – ein Plus von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Treiber waren sowohl steigende Gebühreneinnahmen als auch wachsende Zinserträge.

Der Nettogewinn belief sich auf 1,63 Milliarden Dollar bzw. 2,24 Dollar je Aktie. Im Vorjahreszeitraum hatte BNY noch 1,22 Milliarden Dollar bzw. 1,58 Dollar je Aktie ausgewiesen. Das entspricht einem Gewinnanstieg von rund 34 Prozent auf Jahresbasis – ein deutliches Signal für die operative Stärke des Unternehmens.

Gebühreneinnahmen und Zinserträge als Wachstumsmotoren

Die Provisionserträge – die wichtigste Einnahmequelle der Bank – stiegen im Quartal um 11 Prozent auf 3,77 Milliarden Dollar. Begünstigt wurde dies durch ein höheres Marktniveau sowie anhaltendes Kundenengagement. BNY erzielt einen beträchtlichen Teil seiner Erträge mit der Verwahrung und Verwaltung von Kundenvermögen.

Der Zinsüberschuss – also die Differenz zwischen den Erträgen aus Vermögenswerten und den Kosten für Verbindlichkeiten – legte um 18 Prozent auf 1,37 Milliarden Dollar zu. CEO Robin Vince erklärte in einer Telefonkonferenz, dass dieser Anstieg nicht auf Änderungen der Zinssätze oder der Zinskurven zurückzuführen sei: „Für uns war es eigentlich eher eine Frage des Volumens."

Das verwaltete und verwahrte Vermögen (Assets under Custody and Administration) stieg zum 31. März um 12 Prozent im Jahresvergleich auf 59,4 Billionen Dollar. Das verwaltete Vermögen (Assets under Management) belief sich auf 2,1 Billionen Dollar. Diese Zahlen unterstreichen die Stellung von BNY als einer der größten Vermögensverwahrer der Welt.

Marktvolatilität kurbelt Kundenaktivität an

Das volatile Marktumfeld – geprägt durch Spannungen rund um den Iran-Krieg sowie einen breiten Ausverkauf bei durch Künstliche Intelligenz bedrohten Softwareaktien – veranlasste Anleger und Investmentmanager dazu, ihre Portfolios neu auszurichten. Dies steigerte die Kundenaktivität und kam BNY als Dienstleister direkt zugute.

CEO Vince zeigte sich trotz der geopolitischen Unsicherheiten vorsichtig optimistisch. Er betonte, dass sich der Risikoappetit an den Märkten verbessere, warnte jedoch vor möglichen Auswirkungen auf Waren- und Kreditkosten, sollten die Energiepreise auf hohem Niveau verharren.

Effizienzsteigerung zahlt sich aus

Vince treibt intern eine Straffung der Betriebsabläufe sowie Investitionen in Technologie voran, um Effizienz und Wachstum zu fördern. Die Ergebnisse dieser Strategie spiegeln sich in der Eigenkapitalrendite auf das materielle Eigenkapital (Return on Tangible Common Equity) wider: Diese Kennzahl stieg im Quartal auf 29,3 Prozent, nach 24,2 Prozent im Vorjahr.

Die Analysten von Truist zeigten sich beeindruckt: „BNY läuft auf Hochtouren, was sowohl dem Marktumfeld als auch den laufenden Vorteilen aus Investitionen in die Effizienz und einem Geschäftsmodell zu verdanken ist, das ein verlässliches Wachstum begünstigt." Die BNY-Aktie reagierte positiv und legte im Vormittagshandel um rund 1 Prozent zu.

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