Charles Schwab steigert Gewinn um 34% dank Rekord-Handelsaktivität
Der US-Broker Charles Schwab profitiert vom anhaltenden Anleger-Boom und steigert seinen Quartalsgewinn deutlich. Besonders das starke Handelsgeschäft und höhere Zinserträge treiben das Wachstum.

Charles Schwab hat im vierten Quartal einen Gewinnsprung von 34 Prozent verzeichnet. Der Nettogewinn des US-Brokers stieg auf 2,46 Milliarden Dollar oder 1,33 Dollar je Aktie, nach 1,84 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Bereinigt um Einmaleffekte erreichte der Gewinn pro Aktie 1,39 Dollar und verfehlte damit die Analystenschätzungen von 1,40 Dollar nur knapp.
Rekord-Handelsvolumen treibt Umsatz
Der Handelsumsatz von Schwab kletterte im vierten Quartal um 22 Prozent auf 1,07 Milliarden Dollar. Gleichzeitig stiegen die Nettozinserträge – die Differenz zwischen gezahlten und eingenommenen Zinsen – um 25 Prozent auf 3,17 Milliarden Dollar. Insgesamt wuchs der Gesamtumsatz um 19 Prozent auf 6,34 Milliarden Dollar.
Privatanleger kehren massiv an die Börse zurück
Privatanleger strömten 2025 in Rekordzahlen an die Finanzmärkte. Nach Analysen von JPMorgan Chase investierten Retail-Trader mehr Geld in Aktien und börsengehandelte Fonds als je zuvor – und übertrafen damit sogar die Niveaus des Meme-Aktien-Hypes von 2021. Aufeinanderfolgende Jahre mit starken Renditen und der erweiterte Zugang zu neuen Anlageklassen befeuerten diesen Trend.
Brokerhäuser profitieren vom Anleger-Boom
Die gestiegene Aktivität machte 2025 zu einem der erfolgreichsten Jahre für Brokerhäuser und Finanzunternehmen, die sich an Privatanleger richten. Charles Schwab gehört neben Interactive Brokers und TD Ameritrade zu den größten Profiteuren dieser Entwicklung. Der anhaltende Zufluss von Privatkapital in die Märkte dürfte auch in den kommenden Quartalen für Rückenwind sorgen.
