Cathay Pacific muss Airbus A350-Triebwerke reparieren
Defekte Treibstoffdüsen führen zu Flugausfällen und umfangreichen Inspektionen der Flotte

Die Fluggesellschaft Cathay Pacific Airways hat nach einer gründlichen Inspektion ihrer Airbus A350-Flotte Defekte an den Triebwerken mehrerer Maschinen festgestellt. Das Unternehmen aus Hongkong entdeckte bei 15 Flugzeugen Komponenten, die aufgrund von Problemen mit einem Bauteil des Zulieferers Rolls-Royce ausgetauscht werden müssen. Die betroffenen Flugzeuge gehören zur Modellreihe Airbus A350-1000, bei der ein spezielles Triebwerk des Typs XWB-97 zum Einsatz kommt. Dieses Triebwerk war bereits zuvor bei einer Maschine der Airline unmittelbar nach dem Start in Hongkong ausgefallen.
Insgesamt umfasst die Flotte von Cathay Pacific 48 Flugzeuge des Typs Airbus A350, von denen drei bereits erfolgreich repariert wurden. Die Airline plant, bis Samstag alle betroffenen Maschinen wieder einsatzbereit zu machen. Aufgrund der notwendigen Reparaturen mussten jedoch mindestens 34 Hin- und Rückflüge gestrichen werden, was zu erheblichen Einschränkungen im Flugplan führte.
Der Defekt, der bei den Triebwerken entdeckt wurde, betrifft eine Treibstoffdüse im Inneren des XWB-97-Triebwerks, das von Rolls-Royce gefertigt wird. Dieser Vorfall stellt den ersten weltweit dokumentierten Fall eines derartigen Defekts bei einem Airbus A350-Flugzeug dar. Cathay Pacific gab keine detaillierten Informationen zu dem defekten Bauteil heraus, betonte jedoch die Einzigartigkeit des Problems.
Andere Fluggesellschaften, die ebenfalls Airbus A350-Modelle in ihrer Flotte haben, wurden bislang nicht angewiesen, ihre Triebwerke zu überprüfen. Laut den Daten des Flugverfolgungsdienstes FlightRadar24 operierten andere große Betreiber des Airbus A350-1000 sowie des kleineren Modells A350-900 am Dienstag weiterhin normal.
Japan Airlines (JAL), die über fünf A350-1000-Flugzeuge verfügt, die alle weniger als ein Jahr alt sind, teilte mit, dass sie Rolls-Royce um zusätzliche Informationen zu dem Vorfall gebeten habe. Ein Sprecher der japanischen Fluggesellschaft erklärte, dass JAL im Falle weiterer Maßnahmen durch den Triebwerkshersteller entsprechend reagieren werde. Rolls-Royce selbst hat sich bisher nicht öffentlich zu dem Vorfall geäußert. Die Lage bleibt daher gespannt, während Cathay Pacific sich bemüht, die betroffenen Flugzeuge so schnell wie möglich wieder in Betrieb zu nehmen.
