Canstar Resources: Erste Bohrung 2026 bestätigt VMS-Zubringerzone bei Mary March
118 Meter kupfer- und zinkhaltige Mineralisierung innerhalb von 271 Metern alteriertem Rhyolith – geologisches Modell bestätigt.

Canstar Resources Inc. (TSXV: ROX) hat mit dem ersten Diamantbohrloch (MM-26-41) seines Bohrprogramms 2026 auf dem Vorzeigeprojekt Mary March in Neufundland, Kanada, bedeutende Ergebnisse erzielt. Das Unternehmen stieß auf kupfer- und zinkhaltige Sulfid-Trümer und -Einsprenglinge über mehrere scheinbar breite Abschnitte. Es handelt sich um die ersten Bohrungen an diesem Standort seit 2019.
Das Bohrloch durchteufte den anvisierten aussichtsreichen Rhyolith – den oberen Teil des mineralisierten Pakets – in einer Bohrlochtiefe von 390,6 Metern, was einer interpretierten vertikalen Tiefe von rund 328 Metern entspricht. Dies stimmt nahezu exakt mit der Prognose des unternehmenseigenen 3D-Modells überein, das die Tiefe auf etwa 10 Meter genau vorhergesagt hatte.
Insgesamt wurden 271 Meter alteriertes, sulfidführendes Wirtsgestein bis zu einem interpretierten mineralisierten Basiskontakt bei 710,6 Metern Bohrlochtiefe (ungefähre vertikale Tiefe: 568 Meter) verfolgt. Der Rhyolith wird dabei von zwei magnetischen dacitischen Intrusionen mit Mächtigkeiten von 40 und 9,1 Metern unterbrochen.
Starke Sulfidmineralisierung in den oberen 118 Metern
Die stärkste und kontinuierlichste Entwicklung von Sulfid-Trümern findet sich in den obersten rund 118 Metern des Rhyoliths. Sulfid-Trümer mit visuell identifiziertem Sphalerit (Zinksulfid) treten dort in Abständen von weniger als einem Meter auf. In den untersten 90 Metern des Rhyoliths ist eingesprengter Pyrit mit einem Anteil von 3 bis 5 Prozent reichlich vorhanden.
Trümer und Einsprenglinge von Pyrit mit sichtbarem Sphalerit, Chalkopyrit (Kupfersulfid) und Bleiglanz (Bleisulfid) wurden durch tragbare RFA-Punktanalysen bestätigt. Das Vorhandensein von Kupfer wird als proximales Signal mit höherer Temperatur innerhalb des hydrothermalen Systems interpretiert – ein wichtiger Hinweis auf die Nähe zu einer möglichen Massivsulfidlinse.
Bei 710,6 Metern Bohrlochtiefe steht der Rhyolith in Kontakt mit einer basaltischen Brekzie, die rote Hornsteinfragmente sowie Sulfid-Trümer mit Sphalerit und Chalkopyrit enthält. Dieser Kontakt befindet sich in der gleichen zeitstratigraphischen Position wie einige der VMS-Lagerstätten bei Buchans – einer der bedeutendsten historischen Bergbauregionen Neufundlands.
Vergleich mit der weltbekannten Buchans-Mine
Eine unabhängige lithogeochemische Studie, die 312 neue Ganzgesteinsanalysen mit der detaillierten Kernprotokollierung integriert, kommt zu dem Schluss, dass die vulkanische Abfolge von Mary March ein laterales stratigraphisches Äquivalent der Buchans-Abfolge oder eine sehr ähnliche VMS-führende Abfolge sein könnte. Die Vergleichbarkeit betrifft die vulkanische Zusammensetzung, die magmatische Affinität und die hydrothermale Alteration.
VMS-Lagerstätten (vulkanogene Massivsulfid-Lagerstätten) sind für ihre hohen Gehalte an Buntmetallen wie Kupfer, Zink, Blei, Gold und Silber bekannt. Der Buchans-Distrikt in Zentralneufundland gilt als einer der erzreichsten VMS-Gürtel Kanadas. Das historische Entdeckungsloch bei Mary March durchteufte bereits 9,63 Meter mit 10,1 Prozent Zink – was zu den besten historischen Abschnitten im Gürtel außerhalb der Mine Buchans zählt.
Bob Patey, P.Geo., Vice President Exploration von Canstar, kommentierte die Ergebnisse: „Das erste Bohrloch dieses Programms hat einen Hinweis auf die potenzielle Mächtigkeit des Rhyoliths bei Mary March geliefert und ein neues Gebiet mit starker Alteration mit Buntmetallsulfiden an seinem Südostrand identifiziert. Dies bestätigt die Aussichtslosigkeit der im Januar optional erworbenen zusätzlichen Lizenz: Die Alterationszone bei Mary March erstreckt sich in dieses Gelände, und eine neue Zone mit starker Alteration tritt auf der Südostseite des Rhyoliths auf."
Großes, offenes System mit erheblichem Explorationspotenzial
Der mineralisierte Rhyolith wird so interpretiert, dass er über rund 1,2 bis 1,3 Kilometer entlang der Streichrichtung kontinuierlich verläuft – davon sind bereits rund 700 Meter durch Bohrungen bestätigt. Die Mächtigkeit beträgt schätzungsweise 200 bis 300 Meter, und das System bleibt sowohl entlang der Streichrichtung als auch in der Tiefe offen.
Die definierende geophysikalische Anomalie (induzierte Polarisation) erreicht nicht die Oberfläche. Dies deutet darauf hin, dass das System wahrscheinlich nicht erodiert wurde und der aussichtsreiche Horizont in der Tiefe erhalten sein könnte. Ein System dieser Größenordnung besitzt laut Canstar das Potenzial für mehr als eine Massivsulfidlinse.
Bereits begonnen hat das zweite Bohrloch MM-26-42, das rund 100 Meter südwestlich von MM-26-41 angesetzt wurde. Es zielt auf eine andere ungebohrte Lücke in der Karte des Rhyoliths unterhalb der Mary March Überschiebung ab und soll die volle Mächtigkeit des Rhyoliths weiter testen. Eine elektromagnetische Bohrlochuntersuchung (BHEM) und weitere Bohrungen sind ebenfalls geplant.
Die Laborergebnisse für MM-26-41 werden in etwa acht Wochen erwartet. Anleger sollten beachten, dass die bisher beschriebene Mineralisierung auf visueller Kernprotokollierung und tragbarer RFA basiert und vorläufiger Natur ist. Die angegebenen Intervalle sind scheinbare Mächtigkeiten; wahre Mächtigkeiten und Gehalte sind noch nicht bekannt.
