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Caixabank steigert Rentabilität trotz sinkender Zinsmarge deutlich

Spaniens größte Bank profitiert von robustem Wirtschaftswachstum und hebt Gewinnprognose für 2027 an

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Caixabank steigert Rentabilität trotz sinkender Zinsmarge deutlich

Die spanische Großbank Caixabank hat ihre Gewinnerwartungen für die kommenden Jahre deutlich angehoben. Trotz rückläufiger Zinserträge im vierten Quartal 2025 zeigt sich das Institut optimistisch und rechnet bis 2027 mit einem Nettogewinn von rund 7 Milliarden Euro. Dies entspräche einer Steigerung von fast 19 Prozent gegenüber dem Jahresende 2025.

Der Nettozinsertrag (NII) – die Differenz zwischen Krediterträgen und Einlagenkosten – sank im Schlussquartal 2025 um 1 Prozent auf 2,72 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr verzeichnete die Bank einen Rückgang um 3,9 Prozent auf 10,67 Milliarden Euro. Dieser Trend entspricht den Erwartungen der Bank, die für 2025 mit einem Rückgang von etwa 4 Prozent gerechnet hatte.

Die jüngsten Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank haben die Margen der spanischen Banken belastet. Dennoch profitierte Caixabank von höheren Erträgen aus Krediten, die größtenteils an variable Zinssätze gekoppelt sind. Für 2026 erwartet das Institut einen NII von über 11 Milliarden Euro.

Ehrgeizige Wachstumsziele bis 2027

In einem aktualisierten Ausblick prognostiziert Caixabank ein durchschnittliches jährliches NII-Wachstum von 4 Prozent für den Zeitraum 2025 bis 2027. Bis Ende 2027 soll der Nettozinsertrag rund 12,5 Milliarden Euro erreichen. Unterstützt wird dieses Ziel durch einen erwarteten Anstieg der funktionierenden Kredite um 6 Prozent über diesen Zeitraum.

Die materielle Eigenkapitalrendite (RoTE), eine wichtige Kennzahl für die Rentabilität, soll bis Ende 2027 auf rund 20 Prozent steigen. Zuvor hatte die Bank ein Ziel von mehr als 16 Prozent angepeilt. Vorstandschef Gonzalo Gortazar erklärte, dass diese Rentabilität einen Nettogewinn von etwa 7 Milliarden Euro bis 2027 implizieren könnte.

Spanische Wirtschaft als Wachstumstreiber

Caixabank stützt ihre optimistischen Prognosen auf die überdurchschnittliche Entwicklung der spanischen Wirtschaft. Die Bank erwartet für Spanien ein Wirtschaftswachstum von 2,9 Prozent im Jahr 2025 und 2,1 Prozent im Jahr 2026 – etwa das Doppelte des Tempos der gesamten Eurozone.

Der Nettogewinn im vierten Quartal sank um 2,9 Prozent auf 1,49 Milliarden Euro, lag damit aber leicht über den Analystenerwartungen von 1,43 Milliarden Euro. Belastet wurde das Ergebnis durch eine Bankensteuer in Höhe von 166 Millionen Euro.

Positive Entwicklung bei Gebühren

Erfreulich entwickelten sich die Gebührenerträge, die im vierten Quartal um 4,3 Prozent im Jahresvergleich zulegten. Das Versicherungsgeschäft wuchs sogar um 6,3 Prozent. Diese Diversifizierung der Ertragsquellen wird von Analysten positiv bewertet.

An der Börse kamen die Nachrichten gut an: Die Caixabank-Aktie legte um 12:21 Uhr GMT um 6,3 Prozent zu. Maklerhäuser wie Renta 4 und Jefferies lobten die starken Ergebnisse und hoben den revidierten Ausblick als Katalysator für die Aktie hervor. Die Bank hält ihre Barausschüttungsquote für die Dividende 2026 bei 50 bis 60 Prozent des konsolidierten Nettogewinns.

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