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Bundesbank verzeichnet Rekordverlust 2024

Zinspolitik der EZB sorgt für Ausfall der Ausschüttungen an den Bundeshaushalt

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Bundesbank verzeichnet Rekordverlust 2024

Die deutsche Bundesbank hat 2024 erstmals seit 1979 einen Verlust in Höhe von 19,2 Milliarden Euro gemeldet. Ursache für diesen Rekordverlust sind die steigenden Leitzinsen der Europäischen Zentralbank (EZB), die in den vergangenen Jahren zu einer erheblichen Belastung führten. Die für den Bundeshaushalt vorgesehenen Ausschüttungen fallen daher aus, was bereits in den vier Jahren zuvor der Fall war. Im letzten Jahr konnte ein Verlust durch milliardenschwere Rückstellungen aufgefangen werden.

Die schnelle Zinswende der EZB, die seit Sommer 2022 in kurzer Zeit die Leitzinsen angehoben hatte, führte zu einer zunehmenden Belastung der Bundesbank. Die Zinsen wurden stark erhöht, um die Inflation zu bekämpfen, was jedoch dazu führte, dass die Zinseinnahmen nicht mit den gestiegenen Zinsausgaben Schritt hielten. Hinzu kommt, dass viele der langlaufenden Wertpapiere, wie Staats- und Unternehmensanleihen, die die Notenbanken in den Jahren zuvor gekauft hatten, weiterhin niedrige Zinsen abwerfen, was die Situation weiter verschärfte.

Im Jahr 2024 verblieben der Bundesbank lediglich 0,7 Milliarden Euro an Rücklagen, um die Verluste abzufedern. Auch wenn die Bundesbank in ihrer Prognose davon ausgeht, dass die Verluste in den kommenden Jahren voraussichtlich geringer ausfallen werden, wird nicht ausgeschlossen, dass auch weiterhin rote Zahlen zu verzeichnen sein werden. Bundesbank-Präsident Joachim Nagel erklärte, dass der Höhepunkt der Belastungen voraussichtlich überschritten sei, was auf eine mögliche Stabilisierung der Situation hindeutet.

In den letzten Jahren hatte die Bundesbank regelmäßig einen Überschuss erwirtschaftet, der im Bundeshaushalt eingeplant wurde. So wurden noch 2019 rund 5,85 Milliarden Euro als Gewinn erzielt. Für das Jahr 2024 sind jedoch keine Finanzspritzen aus der Bundesbank zu erwarten, was in Anbetracht der anhaltenden wirtschaftlichen Herausforderungen von Bedeutung ist. Der letzte Verlust der Bundesbank wurde vor 45 Jahren verzeichnet, als 1979 ein Minus von rund 2,9 Milliarden Euro festgestellt wurde.

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