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Bullenfalle im DAX verunsichert Anleger

Der tägliche Marktbericht von Aktien.news

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Bullenfalle im DAX verunsichert Anleger

Anleger sind verunsichert, ob der DAX eine sogenannte Bullenfalle erlebt. Nach den neuen Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell bewegt sich der DAX kaum und ein Angriff auf das Jahreshoch scheint unwahrscheinlich. Der Broker IG gibt an, dass die 40 deutschen Standardwerte zur Stunde in der Nähe ihres Vortagesschlusskurses von 15.632 Zählern liegen. Zwar behält der DAX sein Jahreshoch weiterhin im Visier, jedoch besteht nach wie vor die Gefahr eines Fehlausbruchs auf der Oberseite. Die Charttechnik des DAX ist durchwachsen, da er nach der Aufstellung eines neuen Rekordhochs bei 15.706 Punkten am Dienstag desselben Tages unter die alten Ausbruchsmarken bei 15.659/15.634 Punkten fiel. Laut Jörg Scherer, Leiter Technische Analyse HSBC, besteht damit weiterhin die Gefahr einer Bullenfalle im DAX. Nur ein schneller Anstieg über das Jahreshoch würde diese Gefahr bannen und dem DAX zu neuen Aufwärtsschwung verhelfen.

Die Wall Street gibt verhaltene Vorgaben für den DAX-Handel. Der Dow Jones schloss zur Wochenmitte 0,2 Prozent tiefer auf 32.798 Punkten. Der technologielastige Nasdaq rückte indes 0,4 Prozent auf 11.576 Punkte vor. Der breit gefasste S&P 500 legte 0,1 Prozent auf 3992 Punkte zu. Die Unsicherheit der Anleger hinsichtlich der künftigen Geldpolitik der US-Notenbank Fed bleibt weiterhin bestehen. Am zweiten Tag seines Auftritts vor dem Kongress dämpfte der US-Notenbankchef Jerome Powell jedoch die Sorge vor schneller steigenden Leitzinsen wieder etwas. Der Markt hatte seine Aussagen am Dienstag vor dem Bankenausschuss des US-Senats noch klar in Richtung wieder anziehendes Zinserhöhungstempo interpretiert.

Von den Asien-Börsen kommen gemischte Signale. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index in Tokio lag zum Handelsschluss 0,6 Prozent höher bei 28.600 Punkten, wobei 188 der Werte stiegen, während 28 fielen und neun unverändert blieben. Die Börse in Shanghai hingegen lag 0,3 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen verlor 0,4 Prozent. Frische Inflationsdaten aus China zeigten, dass die Inlandsnachfrage trotz der Abschaffung der strengen Corona-Beschränkungen immer noch lau ist.

Am Morgen rückte die Aktie der Deutschen Post im DAX in den Fokus. Der scheidende Post-Chef Frank Appel weitet nach einem Rekordjahr das laufende Aktienrückkaufprogramm um eine weitere Milliarde Euro aus. Die Dividende soll von 1,80 Euro im Vorjahr auf nunmehr 1,85 Euro steigen. Für das laufende Geschäftsjahr rechnen die Bonner jedoch mit einer Abkühlung der Geschäftsdynamik. Der Düsseldorfer Wohnungskonzern LEG Immobilien kündigte indes an, für das abgelaufene Jahr seinen Aktionären keine Dividende zu zahlen. Die Hauptversammlung am 17. Mai soll eine Aussetzung der Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2022 vorgeschlagen werden, teilte der MDAX-Konzern mit. Der Kreditkartenkonzern American Express hingegen startet ein neues Aktienrückkaufprogramm und will bis zu 120 Millionen Anteilsscheine erwerben. Das Programm ersetzt ein altes, aus dem noch 36 Millionen zurückzukaufender Papiere ausstehen. Außerdem wird die Quartalsdividende um 15 Prozent angehoben.

In der Technologiebranche krempelt der Musikstreaming-Marktführer Spotify seine App mit einem "Home Feed" um und lässt sie mit einem mehr wie Tiktok und Instagram aussehen. Nutzer werden in dem Bereich durch Vorschläge für Songs ihrer Lieblingskünstler, neue Musik sowie Podcasts und Hörbücher scrollen können. Der US-Fahrdienstvermittler Uber erwägt hingegen einen Börsengang oder eine Abspaltung seines Frachtlogistik-Geschäfts über einen Verkauf. Das Unternehmen spricht derzeit mit potenziellen Beratern über Optionen, berichtet die Agentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Ein Börsengang sei aber wahrscheinlicher als eine Veräußerung.

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