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Börse bleibt ruhig: Anleger warten ab

Der tägliche Marktbericht von Aktien.news

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Börse bleibt ruhig: Anleger warten ab

Die Börse wird sich auch heute in ruhigen Gewässern bewegen, da die Investoren vor den wichtigen Zinsentscheidungen der Notenbanken in den kommenden Tagen vorsichtig agieren. Der deutsche Leitindex DAX wird voraussichtlich mit einem leichten Minus von 0,2 Prozent bei rund 16.165 Punkten in den Handel starten. Gestern hatte der Index einen geringen Zuwachs von 0,1 Prozent auf 16.191 Punkte verzeichnet, wobei die Marke von 16.000 Punkten weiterhin als entscheidender Punkt für den Markt gilt.

Im Gegensatz dazu verzeichnen die US-Börsen seit rund zwei Wochen eine positive Entwicklung. Die Hoffnung auf starke Unternehmensbilanzen großer Technologiekonzerne hat den Dow Jones Index erneut um 0,5 Prozent auf 35.411 Punkte nach oben getrieben. Der technologielastige Nasdaq gewann 0,2 Prozent und der breit gefasste S&P 500 verzeichnete einen Zuwachs von 0,4 Prozent.

Im Laufe des Tages werden die Geschäftszahlen von Microsoft, Alphabet, Spotify und General Motors (GM) erwartet. Auch die Facebook-Mutter Meta wird ihre Finanzergebnisse am Mittwoch präsentieren.

Die Anleger warten gespannt auf den Zinsentscheid der US-Notenbank Fed, der morgen erwartet wird. Die Märkte gehen von einer Zinserhöhung um einen viertel Prozentpunkt aus. Fed-Chef Powell wird sich zu den Entwicklungen äußern, und die Anleger erhoffen sich Hinweise darauf, ob es sich um die letzte Zinserhöhung in diesem Zyklus handeln wird. Die Europäische Zentralbank (EZB) wird voraussichtlich am Donnerstag ebenfalls die Zinsen erhöhen.

Die asiatischen Börsen geben am Morgen unterschiedliche Signale. In China sind die Anleger erleichtert über die angekündigte Unterstützung der Regierung für die Wirtschaft nach der Corona-Pandemie. Die Börse in Shanghai verzeichnete einen Zuwachs von 1,8 Prozent. In Japan sind die Investoren hingegen vor den Zinsentscheidungen vorsichtig, und der Nikkei-Index liegt bei 32.606 Punkten, 0,3 Prozent tiefer.

Am Devisenmarkt hat sich der Euro nach den jüngsten Rückgängen gegenüber dem Dollar nun stabilisiert und notiert am Morgen kaum verändert bei 1,1068 Dollar.

Die Ölpreise zeigen weiterhin eine feste Tendenz und die Nordsee-Sorte Brent kostet derzeit knapp 83 Euro je Barrel. Dies ist der höchste Stand seit drei Monaten. Experten führen die Kursgewinne auf mehrere Faktoren zurück, darunter die Förderkürzungen durch Saudi Arabien, die Exportreduzierung Russlands und positive Konjunkturdaten.

Auf dem deutschen Aktienmarkt stehen zwei Unternehmen im Fokus, die ihre Geschäftsprognosen angepasst haben. Bayer hat seine Jahresziele aufgrund schwacher Geschäfte mit Pflanzenschutzmitteln wie Glyphosat reduziert. Das Unternehmen nimmt eine Abschreibung von 2,5 Milliarden Euro auf sein Glyphosat-Geschäft vor, was zu einem Verlust von zwei Milliarden Euro im zweiten Quartal führen wird. Die Aktie verzeichnete bereits gestern im Abendhandel Verluste und wird voraussichtlich auch heute mit Kursrückgängen starten. Hingegen ist der Sportartikelkonzern Adidas optimistischer, nachdem die ersten Produkte seiner "Yeezy"-Reihe verkauft wurden. Die erwarteten Verluste für das Jahr 2023 sollen geringer ausfallen als zunächst geschätzt. Adidas geht nun von einem negativen Betriebsergebnis von 450 Millionen Euro aus, im Vergleich zu den zuvor geschätzten 700 Millionen Euro.

Die Übernahme der Software AG durch den Investor Silver Lake hat Auswirkungen auf die Indexzugehörigkeit des Darmstädter Unternehmens. Die Aktien werden heute aus dem MDAX und dem TecDAX ausscheiden, während der Automobilzulieferer Vitesco, der aus dem SDAX aufsteigt, neu in den Index der mittelgroßen Werte aufgenommen wird. Für Vitesco bedeutet dies, dass der Fußballklub Borussia Dortmund in den SDAX zurückkehrt. Die Übernahme hat dazu geführt, dass der Streubesitz der Software AG unter die für eine Indexberücksichtigung notwendige Schwelle von zehn Prozent gesunken ist.

Die Schweizer Großbank UBS zahlt Strafen in Höhe von mehr als 380 Millionen Dollar in den USA und Großbritannien im Zusammenhang mit dem kürzlich übernommenen Konkurrenten Credit Suisse. Die Strafen beziehen sich hauptsächlich auf Verfehlungen im Risikomanagement bei Geschäften mit dem zusammengebrochenen Hedgefonds Archegos. In den USA stimmte UBS einer Strafe von 268,5 Millionen Dollar zu, während in Großbritannien eine Rekordstrafe von 87 Millionen Pfund verhängt wurde.

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