Börse beendet Tag knapp behauptet, Tech-Aktien erholen sich
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Wall Street beendet den Handelstag knapp behauptet, während sich vor allem Tech-Aktien von anfänglichen Verlusten erholen. Der Dow-Jones-Index der 30 größten US-Konzerne schließt mit einem minimalen Verlust von 0,19 Prozent bei 35.216 Punkten. Die Tech-Aktien an der Technologiebörse Nasdaq gleichen ihre Anfangsverluste bis zum Handelsschluss annähernd aus und verzeichnen nur ein Minus von 0,11 Prozent auf 15.353 Zähler gegenüber dem gestrigen Schlussstand.
Die US-Aktienmärkte stehen jedoch noch immer unter dem Eindruck der Herabstufung der Bonitätsnote der USA durch die Ratingagentur Fitch. Gestern sorgte dieser Schritt für deutliche Verluste an den New Yorker Börsen. Die Ratingagentur bestätigte zwar die Top-Bewertung für die Bonität der USA, aber die Herabstufung hat dennoch einen Imageschaden für das Land zur Folge.
Trotz der Verunsicherung trugen gute US-Arbeitsmarktdaten zur leichten Erholung in New York bei. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA stieg nur leicht an und deutet auf eine weiterhin robuste Entwicklung am Jobmarkt hin. Die US-Währung konnte bereits den zweiten Tag in Folge zulegen, trotz des verlorenen Top-Ratings.
Quartalsberichte sorgten für heftige Kursausschläge. Die Aktien des Handy-Chip-Herstellers Qualcomm brachen um fast neun Prozent ein, da das Unternehmen ein schwächeres Quartal erwartet. Die PayPal-Aktie verlor nach Zahlen mehr als zehn Prozent, da der US-Zahlungsdienstleister seine eigene Prognose im zweiten Quartal verfehlte.
Es gab jedoch auch positive Entwicklungen. Starke Quartalszahlen stützten die Aktie von DoorDash. Der US-Essenslieferant verzeichnete mit 2,13 Milliarden Dollar den höchsten Umsatz seit seinem Börsengang im Dezember 2020.
In Europa hat die Bank of England den Leitzins auf das höchste Niveau seit 15 Jahren angehoben, um die Inflation in den Griff zu bekommen. Das britische Pfund gab daraufhin nach. Die deutschen Autohersteller bewerten ihren Auftragsbestand so niedrig wie seit zweieinhalb Jahren nicht mehr. Das Barometer für den Auftragsbestand brach im Juli ein und deutet auf zurückhaltende Aussichten hin.
Die Commerzbank will neue Filialmitarbeiterinnen und -mitarbeiter einstellen, um den Kundinnen und Kunden vor Ort bei Fragen zum Onlinebanking zu helfen. In den vergangenen Monaten gab es Berichte über lange Schlangen vor den Filialen der Commerzbank.
Die neue Partnerschaft von United Internet und 1&1 mit Vodafone sowie ermutigende Geschäftszahlen ließen die Aktien beider Unternehmen steigen. Zalando verzeichnete trotz geringerer Erlöse ein deutlich gesteigertes operatives Ergebnis, während Beiersdorf zum zweiten Mal die Prognose für das Gesamtjahr anhob.
Infineon verzeichnete im dritten Geschäftsquartal einen Gewinnanstieg von 61 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Trotzdem brachen die Aktien zeitweise um mehr als zehn Prozent ein.
Die Lufthansa steuert nach einem Rekordergebnis im zweiten Quartal auf eines der lukrativsten Jahre ihrer Geschichte zu. Dennoch verlor die Lufthansa-Aktie knapp fünf Prozent, da Anleger sich auf die negativen Aspekte der Zwischenbilanz fokussierten.
