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Börsenverunsicherung und Zinsängste belasten die Wall Street

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Börsenverunsicherung und Zinsängste belasten die Wall Street

Eine Mischung aus Zins- und Konjunkturängsten sorgt derzeit für viel Verunsicherung an der Börse und bescherte dem DAX heute einen weiteren Verlusttag. Ein Ende ist nicht in Sicht.

Die Aussicht auf längerfristig höhere Zinsen sowie womöglich weitere Zinserhöhungen belastete auch heute die Aktienmärkte in New York deutlich. Die Anleger hätten weiterhin mit den Aussichten einer anhaltenden restriktiven Geldpolitik der Federal Reserve und deren Auswirkungen auf die Wirtschaft zu kämpfen, sagten Börsianer.

In der heimischen Börse bleibt die Stimmung angeschlagen und Besserung scheint nicht in Sicht. Nach dem schwachen Wochenstart gab der DAX heute weiter nach und schloss am Ende bei 15.255 Punkten, ein Minus von 0,97 Prozent. Im Tagestief war der deutsche Leitindex schon bis auf 15.229 Punkten gefallen, im Hoch waren es 15.360 Zähler. Seit dem gestrigen Tageshoch sind damit über 300 Punkte verloren gegangen.

Die Inflationsrate in Deutschland ist nach Prognose von Ökonomen im September deutlich gefallen. Die Verbraucherpreise dürften im Schnitt nur noch um 4,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zulegen, erwarten die von Reuters befragten Volkswirte von 13 Banken im Schnitt. Im August lag die Teuerungsrate noch bei 6,1 Prozent.

Amazon Papiere gaben in einem ohnehin schwachen allgemeinen Marktumfeld für Techwerte gut vier Prozent nach. Ein Grund: Die US-Behörde Federal Trade Commission (FTC) hat heute eine lang erwartete Kartellklage gegen Amazon eingereicht. Darin beschuldigt sie den Online-Händler, den Verbrauchern durch höhere Preise zu schaden.

Die Stimmung in der deutschen Exportindustrie ist so schlecht wie seit über drei Jahren nicht mehr. Das Barometer für die Exporterwartungen fiel im September auf minus 11,3 Punkte, von minus 6,5 Punkten im August.

Die US-Börsen schlossen heute im Minus, und der Dow-Jones-Index verlor 1,14 Prozent. Die Nasdaq ging 1,57 Prozent bergab.

Die Air France-KLM-Gruppe will 50 Airbus A350 bestellen. Hinzu komme eine Kaufoption von 40 weiteren Flugzeugen, teilte das Unternehmen in Paris mit. Die ersten Auslieferungen seien für 2026 und weiter bis 2030 geplant.

Der Keramikhersteller Villeroy & Boch bekommt Anfang kommenden Jahres mit Gabi Schupp eine neue Vorstandsvorsitzende. Schupp wird die Nachfolge von Vorstandschef Frank Göring antreten.

Der Strahlen- und Medizintechnikkonzern Eckert & Ziegler aus dem SDAX hat sich einen Großauftrag aus den USA gesichert. Dabei gehe es um die Lieferung von trägerfreiem Lutetium-177 an die US-Firma Point Biopharma.

Der weltweit größte Online-Versandhändler Amazon schließt sein Luftfrachtzentrum am Flughafen Leipzig/Halle. Von dem Aus sind nach Unternehmensangaben 400 Beschäftigte betroffen.

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