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Börsenturbulenzen durch neue Fed-Zinsprognosen

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Börsenturbulenzen durch neue Fed-Zinsprognosen

Die jüngsten Zinsprognosen der US-Notenbank Fed hatten zu einer deutlichen Abkühlung an den internationalen Börsen geführt. In Deutschland war der DAX um 1,35 Prozent auf 19.969 Punkte gefallen und hatte damit auf Schlusskursbasis die Marke von 20.000 Punkten unterschritten, die erst Anfang Dezember nach einem längeren Aufwärtstrend überwunden worden war. Der MDAX hatte noch deutlicher nachgegeben und war um 1,62 Prozent gesunken, während auch die US-Börsen am Vortag stark unter Druck geraten waren. Die Nasdaq-Indizes hatten besonders hohe Verluste hinnehmen müssen, da die technologielastigen Werte zuvor einen Rekordlauf erlebt hatten.

Die Fed hatte ihren Leitzins zum dritten Mal in Folge gesenkt, jedoch für das kommende Jahr weniger Zinssenkungen als erhofft in Aussicht gestellt. Diese Ankündigung hatte die Erwartungen der Märkte deutlich gedämpft. Fed-Chef Jerome Powell hatte erklärt, die anhaltend hohe Inflation und wirtschaftspolitische Risiken, unter anderem durch mögliche Zoll- und Steueränderungen der Trump-Administration, hätten eine zentrale Rolle in den Überlegungen der Zentralbank gespielt. Währenddessen war der US-Arbeitsmarkt robust geblieben, was die Inflationserwartungen weiter angeheizt hatte. Neue Konjunkturdaten hatten zwar einen Rückgang der wöchentlichen Arbeitslosenhilfsanträge gezeigt, doch diese Entwicklung hatte nur wenig Bewegung in den Märkten ausgelöst.

Am Devisenmarkt hatte die Zinsprognose der Fed ebenfalls für deutliche Verschiebungen gesorgt. Der Euro war unter Druck geraten und hatte mit 1,0357 Dollar ein neues Tagestief erreicht. Experten hatten dies auf die angehobenen Inflationsprognosen der Fed zurückgeführt, die eine restriktivere Geldpolitik erforderlich machen könnten. Gleichzeitig hatte die britische Zentralbank trotz anhaltender Inflation ihren bisherigen Leitzins von 4,75 Prozent beibehalten, was am Finanzmarkt ebenfalls für Überraschung gesorgt hatte.

Auch die deutsche Wirtschaft hatte sich weiter angeschlagen gezeigt. Das DIW-Konjunkturbarometer war im Dezember zwar leicht gestiegen, hatte jedoch deutlich unter der neutralen 100-Punkte-Marke verharrt. Gleichzeitig hatten Experten vor einer schwachen Binnenkonjunktur und fehlenden Impulsen aus dem Export gewarnt. Steigende Insolvenzen und ein Rückgang der Beschäftigungsplanung hatten die angespannte Lage zusätzlich verdeutlicht. Unternehmen wie Würth hatten mit deutlichen Gewinneinbrüchen gerechnet, während andere Branchen, etwa der Luftverkehr, durch steigende Kosten belastet worden waren.

Internationale Unternehmen hatten auf diese Entwicklungen unterschiedlich reagiert. Während Rheinmetall neue Großaufträge verbucht hatte, hatte Douglas vorweihnachtliche Erfolge verzeichnet und eine deutliche Profitabilitätssteigerung geplant. Der Pharmakonzern Novartis hatte unterdessen die Schließung von Morphosys-Standorten angekündigt. Parallel hatte ein Streit zwischen Apple und Meta über die Umsetzung des Digitalmarktgesetzes für Diskussionen gesorgt.

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