Börsenrally treibt DAX auf Rekordniveau
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Der deutsche Aktienmarkt setzt seinen Höhenflug fort, und der DAX erreichte gestern mit 20.373 Punkten einen neuen Rekordwert. Der Leitindex schloss bei 20.358 Punkten, was einem Zuwachs von 0,63 Prozent entspricht. Damit setzte sich die Rally bereits den vierten Tag in Folge fort. Auch der MDAX konnte mit einem Plus von 1,16 Prozent auf 27.132 Zähler überzeugen. Trotz bestehender wirtschaftlicher und politischer Unsicherheiten bleibt die Stimmung an den Märkten optimistisch, angetrieben von niedrigen Zinsen und der Hoffnung auf steigende Unternehmensgewinne.
Die Jahresbilanz des DAX fällt bisher beeindruckend aus. Mit einem Plus von über 20 Prozent gehört das Jahr 2024 zu den erfolgreichsten Börsenjahren der letzten Dekade. Nur 2019 verzeichnete der Leitindex ein höheres Wachstum. Experten weisen jedoch darauf hin, dass auf dem erreichten Niveau eine Konsolidierung möglich ist, falls Anleger beginnen, ihre Gewinne zu realisieren. Die aktuelle Rally wird zudem von der globalen Marktentwicklung unterstützt. In den USA verzeichneten die Indizes S&P 500 und Nasdaq 100 ebenfalls neue Höchststände, wenngleich die Wall Street zuletzt leicht nachgab.
Auch am Unternehmenssektor gibt es Bewegung. Siemens Energy führte den DAX mit einem Kursgewinn von über drei Prozent an, während Sartorius am Indexende lag, belastet durch einen negativen Analystenkommentar. Airbus konkretisierte unterdessen den Abbau von 2.043 Stellen in seiner Raumfahrt- und Rüstungssparte, ein Großteil davon in Deutschland. Im MDAX stachen Hellofresh und Aurubis hervor. Hellofresh gewann fast 11 Prozent, angetrieben durch eine Kaufempfehlung der US-Bank Jefferies. Aurubis erhöhte nach einem Gewinnanstieg im vergangenen Geschäftsjahr seine Dividende, was die Aktie um rund 10 Prozent steigen ließ.
Währenddessen bewegt sich der Bitcoin auf Rekordkurs und überschritt erstmals die Marke von 100.000 US-Dollar. Als Treiber gelten Hoffnungen auf eine Lockerung der Regulierungen unter der neuen US-Regierung. Seit dem Wahlsieg von Donald Trump hat sich der Kurs der Kryptowährung um 30.000 Dollar erhöht. Auch der Euro zeigte Stärke und gewann trotz des Regierungssturzes in Frankreich leicht an Wert.
Abseits der Börse meldet die deutsche Industrie rückläufige Auftragseingänge im Oktober, was die anhaltenden wirtschaftlichen Herausforderungen unterstreicht. Laut dem Statistischen Bundesamt sanken die Bestellungen um 1,5 Prozent, nachdem sie im September noch um über sieben Prozent gestiegen waren. Experten sehen weiterhin keine Anzeichen für eine Trendwende in der Branche.
