Börsengang von Golden Goose verschoben
Volatile Märkte und politische Unsicherheiten verzögern den Milliarden-IPO

Die italienische Luxus-Sneaker-Marke Golden Goose hat ihren geplanten milliardenschweren Börsengang an der Mailänder Börse verschoben. Das Unternehmen begründete diesen Schritt mit der hohen Volatilität an den europäischen Aktienmärkten. Ursprünglich war der erste Handelstag für den 21. Juni geplant. Golden Goose erklärte am späten Dienstagabend, dass das derzeitige Marktumfeld nicht geeignet sei, um das Unternehmen an die Börse zu bringen. Die Unsicherheit an den Märkten wird auf die von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron ausgerufenen Neuwahlen für das Parlament zurückgeführt, nachdem sein Bündnis bei der Europawahl eine deutliche Niederlage erlitten hatte.
Bei dem geplanten Börsengang hatte Golden Goose eine Marktkapitalisierung von bis zu 1,86 Milliarden Euro angestrebt. Die Preisspanne für die Aktiennotierung war auf 9,50 bis 10,50 Euro festgelegt worden, mit dem Ziel, vor Ausübung einer Mehrzuteilungsoption bis zu 558 Millionen Euro zu erlösen. Die Angebotsfrist lief vom 13. bis 18. Juni, und der erste Handelstag sollte am 21. Juni stattfinden.
Golden Goose wurde im Jahr 2020 von Permira übernommen und damals mit 1,3 Milliarden Euro bewertet. Die Turnschuhe der Marke, die durch ihren markanten fünfzackigen Stern bekannt sind, werden zu Preisen von 400 Euro aufwärts verkauft.
