Börsen zeigen Uneinheitlichkeit und Unsicherheit
Der tägliche Marktbericht von Aktien.news

Der vorgestrige Rückschlag an den Börsen zeigt weiterhin Auswirkungen. Der Deutsche Leitindex DAX verzeichnete zur Wochenmitte trotz zwischenzeitlicher Gewinne einen leichten Rückgang. Zum gestrigen Handelsende schloss der DAX mit einem Minus von 0,27 Prozent bei 19.432 Punkten, nachdem er am Nachmittag kurzzeitig ins Plus gedreht hatte. Marktbeobachter führen die schwächere Entwicklung auf enttäuschende Quartalsberichte europäischer Konzerne zurück. Die Unternehmen ASML und LVMH wurden als Bremsfaktoren in den Bereichen Halbleiter und Konsumgüter genannt. Trotz dieser Eintrübungen sind Analysten weiterhin optimistisch, dass der DAX die Marke von 20 000 Punkten erreichen könnte, sofern die Europäische Zentralbank (EZB) ihre geldpolitischen Maßnahmen lockert.
An den New Yorker Börsen zeigt sich keine klare Tendenz. Während der Dow Jones um 0,4 Prozent anstieg, gab der Nasdaq um 0,3 Prozent nach. Die Quartalszahlen von Morgan Stanley fielen jedoch positiv aus und setzen die bisherige Erfolgsserie in der Finanzbranche fort. Am Vortag hatten die New Yorker Märkte, vor allem der Technologiesektor, unter Druck gestanden.
Am Ölmarkt bleibt die Lage angespannt, die Preise stehen weiter unter Druck. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent sank um 0,8 Prozent auf 74,09 Dollar. Diese Entwicklung wurde durch Berichte beeinflusst, wonach Israel bei einem Vergeltungsschlag gegen den Iran keine Atom- und Ölanlagen ins Visier nehmen wolle, was die Sorgen vor einem Preisschock verringerte. Auch die gesenkten Nachfrageprognosen der Internationalen Energieagentur (IEA) und der OPEC für das kommende Jahr trugen zur Preisminderung bei.
Der Goldpreis verzeichnete zur Wochenmitte einen Anstieg um 0,5 Prozent auf 2.674 Dollar je Feinunze. Das Edelmetall nähert sich damit weiter seinem Rekordhoch von 2.685 Dollar.
Der Euro notierte kaum verändert bei 1,0874 Dollar und bleibt somit nahe seinem Zwei-Monats-Tief. Die Währung befindet sich im Vorfeld der erwarteten Zinsentscheidung der EZB unter Druck.
Im Technologiebereich sorgte die Kooperation der Chip-Rivalen Intel und AMD für Aufsehen. Beide Unternehmen wollen gemeinsam an der Weiterentwicklung der X86-Chiparchitektur arbeiten, um den Herausforderungen im PC-Markt besser begegnen zu können.
