Börsen vor Weihnachten im Rückwärtsgang
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Vor der Weihnachtspause zeigten sich die Anleger zurückhaltend, und der DAX gab um 0,2 Prozent auf 19.848 Punkte nach. Die wichtige Marke von 20.000 Punkten konnte somit vor den Feiertagen nicht zurückerobert werden. Der Handel blieb an Heiligabend, Silvester und Neujahr geschlossen. Für das Jahr 2024 verzeichnete der DAX ein Plus von rund 19 Prozent. Analysten erwarteten jedoch für die kommenden Monate keine signifikanten Kursgewinne. Die hohe Bewertung der US-Leitindizes begrenze laut Experten das Potenzial für weitere Anstiege.
Die Ausschüttungspolitik der Unternehmen brachte schlechte Nachrichten für Anleger. Die Dividendensumme der Unternehmen im DAX und MDAX für 2024 wurde auf 59 Milliarden Euro geschätzt, was einem Rückgang von etwa vier Prozent gegenüber dem Vorjahr entsprach. Besonders betroffen war die Automobilbranche, wo BMW, Mercedes und VW ihre Dividendenzahlungen um insgesamt vier Milliarden Euro reduzierten. Dennoch planten 23 der 40 Unternehmen im DAX, ihre Ausschüttungen je Aktie im Vergleich zum Vorjahr zu erhöhen. Der Versicherer Allianz blieb mit einer voraussichtlichen Ausschüttung von 5,9 Milliarden Euro an der Spitze.
An der Wall Street zeigte sich ein uneinheitliches Bild. Der Dow Jones Industrial verlor 0,6 Prozent und schloss bei 42.586 Punkten, während der S&P 500 leicht um 0,1 Prozent nachgab. Im Gegensatz dazu legte der Nasdaq 100 um 0,3 Prozent auf 21.357 Punkte zu. Die Handelstage vor Weihnachten verliefen ruhig, da viele Investoren bereits ihre Bücher geschlossen hatten. Für 2024 verzeichnete der Dow ein Plus von 13 Prozent, während der Nasdaq 100 nahezu doppelt so stark zulegte.
Der japanische Automobilmarkt stand vor einem bedeutenden Wandel: Honda und Nissan bestätigten Verhandlungen über eine mögliche Fusion. Ein Zusammenschluss würde den drittgrößten Automobilhersteller der Welt schaffen und die Position der Unternehmen auf dem Elektroautomarkt stärken. Dieser wurde damals von Tesla und chinesischen Herstellern dominiert.
Der Chemiekonzern BASF trieb seinen Konzernumbau voran und verkaufte sein Geschäft mit Lebensmittelzusatzstoffen an die Louis Dreyfus Company. Der Verkauf umfasste den Produktionsstandort in Illertissen, und etwa 300 Mitarbeiter sollten zum neuen Eigentümer wechseln. Angaben zum Verkaufspreis wurden nicht gemacht.
Auch der Rüstungssektor sorgte für Bewegung an den Börsen. Aussagen von NATO-Generalsekretär Mark Rutte zu höheren Verteidigungsausgaben führten zu Kursgewinnen bei Rheinmetall und Hensoldt. Beide Unternehmen gehörten mit Jahresgewinnen von 120 beziehungsweise 43 Prozent zu den erfolgreichsten Werten in ihren Indizes.
