Börsen unter Druck durch Trumps neue Zolldrohungen
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Zolldrohungen des designierten US-Präsidenten Donald Trump haben am gestrigen Handelstag für Verunsicherung an den Börsen gesorgt. Der DAX verzeichnete einen Rückgang um 0,56 Prozent und schloss bei 19.295 Punkten. Die Ankündigung neuer Zölle auf Importe aus Mexiko, Kanada und China führte zu einer negativen Stimmung, insbesondere bei exportabhängigen Unternehmen. Autoaktien wie Daimler Truck, Volkswagen, BMW und Porsche gehörten zu den größten Verlierern und büßten deutlich mehr ein als der Markt insgesamt.
Auch der US-Markt zeigte sich von den Entwicklungen betroffen. Der Dow Jones, der am Vortag noch ein Rekordhoch erreicht hatte, gab leicht nach. Die Technologiebörse Nasdaq und der S&P 500 konnten dagegen moderate Zugewinne verzeichnen. Die Aktien von Ford und General Motors reagierten empfindlich auf die angekündigten Zölle und verloren 2,2 beziehungsweise über acht Prozent. Auch Toyota-Aktien, die in den USA gelistet sind, gaben nach.
In Deutschland standen neben den Autoaktien auch andere Unternehmen im Fokus. Die Bayer-Aktie fiel ohne neue Nachrichten um rund fünf Prozent und bleibt damit einer der schwächsten Werte im DAX. Der Chemikalienhändler Brenntag muss sich derweil auf die Suche nach einem neuen Vorstandsvorsitzenden begeben, da der amtierende CEO seinen Vertrag aus privaten Gründen nicht verlängert. Im MDAX sorgten die angekündigten Einschnitte in der Stahlsparte von Thyssenkrupp für Verluste von 2,8 Prozent.
Es gab jedoch auch positive Entwicklungen. Die Deutsche Telekom nähert sich erstmals seit 2001 der Marke von 30 Euro. Die Kursrally wurde durch eine positive Analystenbewertung gestützt, die das Kursziel auf 35 Euro anhob. Am Devisenmarkt gab der Euro gegenüber dem Dollar nach, was auf ein gestiegenes Konsumentenvertrauen in den USA zurückzuführen ist.
Im Bereich der Kryptowährungen bleibt der Bitcoin volatil. Nach einem vorübergehenden Anstieg über 95.000 Dollar fiel er erneut auf 94.400 Dollar zurück. Trotz dieser Schwankungen bleibt die Aussicht auf ein freundlicheres regulatorisches Umfeld unter der neuen US-Regierung bestehen, was den Bitcoin in der vergangenen Woche auf ein Rekordhoch getrieben hatte.
Auch international sorgten Unternehmensnachrichten für Bewegung. Die indonesische Regierung wies ein Investitionsangebot von Apple zurück, da es nicht den lokalen Anforderungen entsprach. Gleichzeitig wächst die Skepsis bei Qualcomm bezüglich einer vollständigen Übernahme von Intel, was weitere Unsicherheiten in der Halbleiterbranche schürt.
