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Börsen unter Druck: DAX und MDAX im Minus

US-Unsicherheiten, Industrieauftragsrückgang und Bayer belasten die Märkte

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Börsen unter Druck: DAX und MDAX im Minus

Am Freitag haben die Anleger an der Frankfurter Börse Gewinne mitgenommen, was den DAX ins Minus drückte. Der deutsche Leitindex, der am Vortag mit 23.475 Punkten noch ein neues Rekordhoch markiert hatte, fiel am Nachmittag zwischenzeitlich unter die Marke von 23.000 Punkten. Zum Handelsschluss stand der DAX bei 23.008 Punkten, was einem Tagesverlust von 1,75 Prozent entspricht. Trotz des Rücksetzers verzeichnete der Index auf Wochensicht ein Plus von 2,0 Prozent.

Der Anstieg des DAX im Wochenverlauf wurde durch die geplanten Milliarden-Kredite der künftigen Regierungsparteien Union und SPD für Verteidigung und Infrastruktur begünstigt. Die Bereitschaft mehrerer Staaten, ihre Schuldenpolitik zu lockern, habe die Finanzmärkte angetrieben, erklärte Robert Greil, Chefstratege bei Merck Finck. Gleichzeitig sorgt die zunehmende politische Einflussnahme auf die Wirtschaft für höhere Volatilität an den Märkten.

Stärker unter Druck stand der MDAX, der die mittelgroßen Werte abbildet. Dieser gab um 2,4 Prozent nach, nachdem die Industrie-Aufträge im Januar um sieben Prozent im Vergleich zum Vormonat zurückgegangen waren. Der Rückgang fiel deutlicher aus als von Ökonomen prognostiziert. Die nachlassende Nachfrage belastete insbesondere Unternehmen mit starkem Industriegeschäft.

Unter den Einzelwerten im DAX war Bayer der größte Verlierer des Tages. Die Aktie des Unternehmens fiel um über sechs Prozent, nachdem der Konzern eine mögliche Kapitalerhöhung angekündigt hatte. Hintergrund sind die Rechtsrisiken in den USA aufgrund von Klagen gegen das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat. Bayer-Aufsichtsratschef Norbert Winkeljohann bat die Aktionäre in einem Brief um Zustimmung zu einer Kapitalmaßnahme in Höhe von 35 Prozent des aktuellen Aktienkapitals. Die Entscheidung soll auf der Hauptversammlung am 25. April fallen.

An den US-Börsen gab es ebenfalls Verluste. Der Dow Jones fiel um 0,8 Prozent, während die Nasdaq nach einem zunächst positiven Start um 1,3 Prozent nachgab. Eine Gegenbewegung blieb aus, da Investoren aufgrund der wirtschaftspolitischen Unsicherheiten der Trump-Regierung vorsichtig agierten. Präsident Donald Trump hatte Handelszölle für Mexiko und Kanada vorläufig ausgesetzt, gleichzeitig aber neue wirtschaftspolitische Maßnahmen angedeutet, die für Unsicherheit an den Märkten sorgten.

Die jüngsten US-Arbeitsmarktdaten blieben hinter den Erwartungen zurück. Im Februar wurden 151.000 neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft geschaffen, während Volkswirte mit 160.000 gerechnet hatten. Die Arbeitslosenquote stieg unerwartet von 4,0 auf 4,1 Prozent. Diese Daten sorgten jedoch nicht für neue Spekulationen über eine Zinssenkung. Christopher Waller von der US-Notenbank Fed erklärte, dass derzeit kein Handlungsbedarf bestehe. Die angestrebten Zollerhöhungen durch Präsident Trump könnten zudem zusätzliche Belastungen für Unternehmen und Wirtschaft mit sich bringen.

Der Euro legte gegenüber dem US-Dollar zu und kletterte über die Marke von 1,08 Dollar. Am späten Nachmittag notierte die Gemeinschaftswährung bei 1,0848 Dollar. Marktbeobachter führen den Anstieg auf die Entscheidung der deutschen Regierungsparteien zurück, neue Kredite zur Finanzierung von Verteidigung und Infrastruktur aufzunehmen. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,0857 Dollar fest.

In der Rüstungsbranche gab es Kritik an möglichen Beschaffungsplänen der Bundesregierung. Michael Schöllhorn, Chef der Airbus-Rüstungssparte, warnte davor, neue Mittel aus dem Verteidigungshaushalt für Käufe in den USA zu nutzen. Er betonte, dass eine solche Strategie die europäische Abhängigkeit von US-Technologien weiter zementieren würde.

Zalando treibt die Übernahme von About You voran. Der Online-Modehändler gab bekannt, dass er mehr als 90 Prozent der Anteile des Konkurrenten erworben habe. Die verbleibenden Aktionäre sollen nun im Rahmen eines Squeeze-Outs abgefunden werden. Die endgültige Höhe der Abfindung steht noch nicht fest. Das abschließende Ergebnis des Übernahmeverfahrens soll am 11. März bekannt gegeben werden.

Der Automobilzulieferer Norma dämpfte die Erwartungen für das laufende Jahr. Das Unternehmen erwartet in der ersten Jahreshälfte eine verhaltene Nachfrage, bevor es in der zweiten Jahreshälfte zu einer Belebung kommen könnte. Für 2025 rechnet Norma mit einem Umsatz zwischen 1,1 und 1,2 Milliarden Euro und einer bereinigten Marge zwischen sechs und acht Prozent. Analysten hatten bisher eine Marge von 8,4 Prozent erwartet. Die Aktie von Norma gab um rund sechs Prozent nach. Das Unternehmen musste kürzlich zudem den Abgang seines Vorstandsvorsitzenden Guido Grandi verkraften, der sein Amt aufgrund strategischer Differenzen niedergelegt hatte.

Im Kryptomarkt zeigte sich Bitcoin erneut volatil. Nachdem erste Details zur geplanten US-Digitalwährungsreserve bekannt wurden, fiel der Kurs zunächst unter die Marke von 90.000 Dollar und notierte zeitweise bei 87.100 Dollar. In der Nacht war der Bitcoin kurzzeitig soga

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