Börsen im Aufwind nach milden Inflationsdaten
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Die US-Börsen erlebten am Freitag einen deutlichen Aufschwung, nachdem neue Inflationsdaten milder ausfielen als erwartet. Der Index für die persönlichen Konsumausgaben (PCE), ein wichtiges Inflationsmaß der Federal Reserve, stieg im November im Jahresvergleich um 2,4 Prozent. Dies lag unter den Prognosen, was die Märkte positiv aufnahmen. Der Dow Jones schloss mit einem Plus von 1,18 Prozent, der S&P 500 legte ebenfalls rund ein Prozent zu, und der Nasdaq Composite zeigte ähnliche Gewinne. Trotz dieser Erholung blieb der DAX im Minus, begrenzte jedoch seine Verluste durch die positiven Signale aus den USA.
Die Geldpolitik der US-Notenbank Fed stand in der vergangenen Woche erneut im Mittelpunkt. Diese hatte ihre dritte Zinssenkung des Jahres vorgenommen, zugleich jedoch für 2025 nur zwei weitere Senkungen in Aussicht gestellt. Analysten deuteten dies als Hinweis auf die anhaltend hohe Inflation. Der Dow Jones verbuchte auf Wochensicht ein Minus von 2,2 Prozent. Auch der DAX setzte seine Korrektur fort und verzeichnete mit 19.884 Punkten den sechsten Verlusttag in Folge. Die Schwankungen wurden durch den "Hexensabbat", den Verfall von Futures und Optionen, verstärkt.
Der Euro konnte sich gegenüber dem Dollar leicht erholen, blieb jedoch nahe seinem Zwei-Jahres-Tief. Am Kryptomarkt setzte sich die Abwärtsbewegung fort, wobei der Bitcoin-Kurs unter die Marke von 100.000 Dollar fiel. Experten erwarten in den kommenden Tagen weitere Preisschwankungen, insbesondere bei Kryptowährungen.
Ein möglicher Shutdown in den USA rückte am Freitag in den Fokus, da im Repräsentantenhaus ein Gesetzentwurf für einen Übergangshaushalt scheiterte. Politische Turbulenzen um Donald Trump und Elon Musk verstärkten die Unsicherheit. Währenddessen einigten sich Volkswagen und die IG Metall im Tarifstreit auf einen Stellenabbau von 35.000 Arbeitsplätzen bis 2030. Betriebsbedingte Kündigungen sollen jedoch vermieden werden.
Am deutschen Aktienmarkt sorgte die Nachricht für Aufsehen, dass Covestro den DAX verlässt. Grund ist die Übernahme des Unternehmens durch Adnoc, wodurch Fresenius Medical Care nachrückt. In weiteren Unternehmensmeldungen brach die Aktie von Novo Nordisk um bis zu 30 Prozent ein, nachdem Studiendaten zu einem neuen Adipositas-Mittel die hohen Erwartungen der Investoren nicht erfüllten. Knorr-Bremse gab bekannt, sich von einem US-Beteiligungsunternehmen zu trennen, was sich belastend auf den Gewinn auswirkt. Im SDAX und MDAX gab es ebenfalls Bewegung, mit neuen Platzierungen von Deutsche Wohnen und LPKF.
Der Baumarktkonzern Hornbach korrigierte seine Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr leicht nach unten. Die Aktie verzeichnete zweistellige Verluste. Nike zeigte hingegen erste Anzeichen einer Besserung unter neuer Führung, während FedEx die Abspaltung seines Frachtgeschäfts bekanntgab, was zunächst positiv aufgenommen wurde.
