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Börsen im Aufwind durch US-Wirtschaftsdaten

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Börsen im Aufwind durch US-Wirtschaftsdaten

An den internationalen Finanzmärkten herrschte am Ende einer turbulenten Woche Optimismus, angefacht durch robuste Konjunkturdaten aus den USA. Der Dow Jones Industrial Average konnte mit einem Plus von 0,97 Prozent auf 44.296 Punkte einen bemerkenswerten Wochenabschluss verzeichnen. Der breitere S&P 500 schloss ebenfalls im positiven Bereich bei 5.969 Punkten, einem Anstieg um 0,35 Prozent. Die Technologiewerte blieben jedoch hinter den Erwartungen zurück. Der Nasdaq Composite stieg nur leicht um 0,16 Prozent, während der Auswahlindex Nasdaq 100 mit einem Plus von 0,17 Prozent auf 20.776 Punkte schloss.

Ein Hauptfokus der Woche lag auf Nvidia, dem führenden Anbieter von KI-Chips. Trotz beeindruckender Quartalszahlen enttäuschte der verhaltene Ausblick des Unternehmens die Anleger. Die Aktie verlor heute 3,22 Prozent. Zudem belasteten mögliche rechtliche Schritte gegen Google den Technologiesektor. Die Forderung des US-Justizministeriums, den Verkauf von Chrome und Android zu prüfen, führte zu einem Kursrückgang bei Alphabet.

Positive Impulse kamen von den neuesten US-Konjunkturdaten. Die S&P-Einkaufsmanagerindizes signalisierten Stärke im Dienstleistungssektor, der mit 57,0 Punkten über den Erwartungen lag. Die Stimmung in der Industrie blieb hingegen unter der Wachstumsschwelle. Dennoch sorgten diese stabilen Daten für Zuversicht. Der DAX profitierte ebenfalls von der positiven Stimmung in den USA und schloss bei 19.322 Punkten, ein Plus von 0,92 Prozent. Schwache europäische Konjunkturdaten am Vormittag hatten den Index jedoch vorübergehend belastet.

In der Eurozone trübte sich das Bild weiter ein. Der Einkaufsmanagerindex fiel unter die kritische Marke von 50 Punkten, was auf eine Rezession hindeutet. Besonders der Dienstleistungssektor zeigte Schwäche, was Analysten wie Cyrus de la Rubia als alarmierend bezeichneten. Gleichzeitig setzten schwache Wirtschaftsdaten aus der Region Hoffnungen auf weitere Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank in Gang.

Am Devisenmarkt erreichte der Euro mit 1,0339 Dollar ein Zwei-Jahres-Tief, bevor er sich leicht stabilisierte. Der Dollar hingegen zeigte Stärke, beflügelt durch Erwartungen an die Wirtschaftspolitik des designierten US-Präsidenten Donald Trump. Der Bitcoin setzte seinen Aufwärtstrend fort, scheiterte jedoch knapp an der psychologischen Marke von 100.000 Dollar.

Auch abseits der Finanzmärkte gab es Bewegung. Amazon kündigte an, weitere Milliarden in das KI-Startup Anthropic zu investieren, während die Tarifverhandlungen bei Volkswagen vorerst gescheitert sind und Warnstreiks drohen. Parallel sorgte die geostrategische Unsicherheit für ein Rekordhoch bei Rheinmetall, dessen Aktie weiter von den wachsenden Rüstungsausgaben profitiert.

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