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Börsen auf Rekordkurs nach Thanksgiving-Woche

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Börsen auf Rekordkurs nach Thanksgiving-Woche

Die Aktienmärkte in den USA und Europa verzeichneten am Freitag deutliche Kursgewinne. An der Wall Street trugen der Dow Jones und der S&P 500 durch neue Rekordstände zur positiven Stimmung bei. Der Dow Jones stieg um 0,42 Prozent auf 44.910 Punkte und erreichte im Tagesverlauf ein Allzeithoch bei 45.071 Punkten. Der S&P 500 legte um 0,56 Prozent auf 6.032 Punkte zu, mit einem Höchststand bei 6.044 Punkten. Die Technologiebörse Nasdaq schloss ebenfalls im Plus, wobei der Nasdaq 100 um 0,9 Prozent anstieg. Marktbeobachter führten die Kursentwicklung auf die sogenannte Jahresendrally zurück, die im November durch positive Signale wie den „Trump Trade“ unterstützt wurde.

Der Einzelhandelssektor profitierte am „Black Friday“ besonders stark. Unternehmen wie Target, Walmart und Nike verzeichneten Kursgewinne, da der Start ins Weihnachtsgeschäft mit Rabattaktionen traditionell hohe Umsätze verspricht. Dennoch betonten Experten wie Susannah Streeter von Hargreaves Lansdown, dass der Fokus auf kurzfristigen Gewinnen durch aufgeschobene Ausgaben der Verbraucher auch Risiken birgt.

In Europa setzte der DAX seinen Aufwärtstrend fort. Der deutsche Leitindex stieg um 1,03 Prozent auf 19.626 Punkte und kam damit seinem bisherigen Rekordhoch bei 19.674 Punkten sehr nahe. Der MDAX der mittelgroßen Unternehmen schloss mit einem Zuwachs von 0,36 Prozent. Helaba-Stratege Markus Reinwand sieht durch mögliche Zinssenkungen weiteres Potenzial für den DAX, warnte jedoch vor politischen Unsicherheiten, die den Markt beeinflussen könnten.

Die Inflation in Deutschland und der Eurozone zeigte im November einen leichten Anstieg. In Deutschland erhöhte sich die Teuerungsrate von 2,0 auf 2,2 Prozent, während die Verbraucherpreise in der Eurozone um 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr zulegten. Ökonomen rechnen mit weiteren Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank, um die schwächelnde Konjunktur zu stützen.

Auch an den Rohstoffmärkten zeigten sich leichte Erholungen. Die Ölpreise legten nach einer ruhigen Handelswoche moderat zu, wobei ein Barrel der Nordseesorte Brent um 0,3 Prozent teurer wurde. Gleichzeitig erreichte der Bitcoin-Kurs mit rund 98.000 Dollar neue Höchststände, wobei Analysten vor einer möglichen Marktkorrektur warnten.

In Frankreich sorgen politische Spannungen für Unsicherheit an den Kapitalmärkten. Der Haushaltsstreit belastet die Risikoprämien für französische Staatsanleihen, die auf den höchsten Stand seit der Eurokrise 2012 kletterten. Ministerpräsident Michel Barnier sieht sich wachsendem Druck ausgesetzt, während Oppositionsführerin Marine Le Pen mit einem Misstrauensvotum droht.

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