Börse erholt sich nach schwachem Wochenausklang
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Die Aktienmärkte in Deutschland zeigten sich zum Wochenbeginn von ihrer erholten Seite. Der DAX, der am vergangenen Freitag, dem sogenannten „Großen Verfallstag“, Verluste hinnehmen musste, erholte sich gestern mit einem Anstieg von 0,68 Prozent und schloss bei 18.846 Punkten. Am Vormittag lag der DAX noch tiefer und erreichte ein Tagestief von 18.648 Punkten, bevor er wieder anstieg und im Tagesverlauf ein Hoch von 18.856 Punkten verzeichnete. Auch der MDAX konnte sich behaupten und schloss bei 25.987 Punkten, was einem Anstieg von 0,56 Prozent entspricht.
Angetrieben wurde die positive Entwicklung durch Zinsspekulationen, die sowohl in den USA als auch in Europa die Märkte stützten. Trotz der schwachen Konjunkturdaten, insbesondere in der Eurozone, bleibt die Hoffnung auf Zinssenkungen bestehen. Dies stellt die Anleger jedoch vor ein Dilemma: Auf der einen Seite locken die Vorteile niedriger Zinsen, auf der anderen Seite sorgen Rezessionsängste für Unsicherheit. Ein besonders trübes Bild zeichnete der Einkaufsmanagerindex, der in der Eurozone erstmals seit Februar wieder unter die Marke von 50 Punkten rutschte. Deutschland und Frankreich, die beiden größten Volkswirtschaften, verzeichneten dabei besonders schwache Zahlen.
Auch die Wall Street zeigte sich zum Wochenbeginn stabil, obwohl die Unternehmensstimmung in der US-Industrie weiter gesunken ist. Der Dow Jones erreichte im Tagesverlauf ein neues Rekordhoch bei 42.190 Punkten, konnte den Gewinn jedoch nicht vollständig halten und schloss leicht im Plus. Der S&P 500 und die Nasdaq-Indizes bewegten sich ebenfalls moderat nach oben. Im Fokus stand dabei der Halbleitersektor, insbesondere durch die Spekulationen über eine mögliche Übernahme von Intel durch Qualcomm.
An den Devisenmärkten geriet der Euro nach den schwachen Konjunkturdaten unter Druck. Gegenüber dem US-Dollar verlor die Gemeinschaftswährung etwa 0,3 Prozent und fiel auf 1,1130 Dollar. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1119 Dollar fest, nachdem dieser am Freitag noch bei 1,1166 Dollar lag.
Darüber hinaus gab es auch Übernahmespekulationen bei der Commerzbank. Die italienische Großbank Unicredit stockte ihren Anteil auf etwa 21 Prozent auf und signalisierte damit Interesse an einer möglichen weiteren Beteiligung.
