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Boeings triumphiert in Dubai

Emirates' Entscheidung für Boeing und der Aufschwung der Langstreckenflugzeugnachfrage auf der Dubai Air Show

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Boeings triumphiert in Dubai

Auf der Dubai Air Show hat Boeing einen beeindruckenden Sieg über seinen europäischen Konkurrenten Airbus errungen. Während Airbus aufgrund eines langwierigen Streits um Triebwerke für den A350-1000 lediglich eine Order für das Schwestermodell A350-900 von Emirates einholte, konnte Boeing weit mehr Bestellungen verbuchen. Die Fluggesellschaft Emirates entschied sich, während der Messe 15 Exemplare des Langstreckenjets A350-900 zu bestellen, was einem Listenpreis von sechs Milliarden Dollar entspricht. Dieser Auftrag kommt nach einem öffentlich ausgetragenen Konflikt über das von Rolls-Royce gebaute Triebwerk für den A350-1000 zustande, von dem Emirates ursprünglich 35 bis 50 Einheiten erwerben wollte.

Der Streit zwischen Emirates und Airbus drehte sich um die Wartungsanforderungen des Triebwerks in den heißen Klimabedingungen am Persischen Golf. Emirates-Chef Tim Clark bemängelte, dass der Motor zu wartungsintensiv sei, und Rolls-Royce gab zu, dass es Probleme gebe, bestritt jedoch, dass der Motor fehlerhaft sei. Der A350-900, den Emirates letztendlich bestellte, ist mit einem anderen Rolls-Royce-Triebwerk ausgestattet als der größere A350-1000, der Gegenstand des Konflikts war.

Obwohl Airbus mit dem Auftrag von Emirates einige Erfolge verzeichnen konnte, bleibt festzustellen, dass Boeing bei dieser Messe die Nase vorn hat. Boeing konnte bisher Bestellungen für fast 200 Flugzeuge sichern, wobei der größte Auftrag von Emirates stammt, die 90 Jets des Modells 777X im Wert von 52 Milliarden Dollar erworben haben. Airbus hingegen konnte lediglich 55 Flugzeuge verkaufen.

Ein weiterer vielversprechender Auftrag von Turkish Airlines kam nicht rechtzeitig zur Messe zustande, obwohl beide Seiten grundsätzlich über eine bedeutende Flugzeugbestellung einig waren. Turkish Airlines plant den Kauf von 355 Airbus-Flugzeugen, darunter 240 als Festbestellung und 115 als Optionen.

Michael Schreyögg, Programmvorstand von MTU Aero Engines AG, betonte die gestiegene Nachfrage nach Langstreckenflugzeugen aufgrund des Auftragseingangs auf der Dubai Air Show. Der größte Einzelauftrag stammt von Emirates, die 202 GE9X-Triebwerke für Boeing-777-Flugzeuge bestellt haben. MTU hat einen vierprozentigen Anteil am GE9X-Triebwerksprogramm von General Electric (GE), einem US-Konzern. Dieser Erfolg zeigt, dass trotz der Herausforderungen in der Luftfahrtbranche Langstreckenflugzeuge nach wie vor gefragt sind und Unternehmen wie MTU davon profitieren können.

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