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Boeing stoppt Testflüge des neuen 777X-Jets

Technische Probleme und Inspektionen bei weiteren Modellen belasten den Flugzeughersteller erneut

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Boeing stoppt Testflüge des neuen 777X-Jets

Der Flugzeughersteller Boeing steht erneut vor großen Herausforderungen, nachdem die Testflüge des neuen Langstreckenjets 777X aufgrund technischer Probleme gestoppt wurden. Bei einer routinemäßigen Inspektion wurden Schäden an der Verbindung zwischen Triebwerk und Tragflächen entdeckt, was zu der Entscheidung führte, die Flüge auszusetzen. Diese Panne reiht sich in eine Serie von Problemen ein, die Boeing in den letzten Jahren verfolgte. Das betroffene Bauteil, das ausschließlich in der größeren Variante 777-9 verwendet wird, hatte sich bei einem der Testflugzeuge „nicht wie vorgesehen verhalten“, so eine Mitteilung des Konzerns. Berichte von der Branchen-Website "The Air Current" bestätigten, dass bei einem der Testflugzeuge ein Verbindungselement zwischen Triebwerk und Flügeln unterbrochen war, nachdem das Flugzeug einen mehrstündigen Flug von Hawaii aus absolviert hatte. Zudem wurden bei weiteren Maschinen der Testflotte Risse an dem Bauteil entdeckt.

Boeing kommentierte die Details nicht weiter, betonte jedoch, dass ohnehin keine weiteren Flüge mit den anderen Testmaschinen geplant gewesen seien. Die zuständige US-Luftfahrtaufsicht FAA wurde über den Vorfall informiert. Das Modell 777X sollte ursprünglich bereits 2020 in Dienst gehen, doch die Einführung verzögerte sich mehrfach und ist nun für 2025 geplant. Die anhaltenden technischen Probleme werfen jedoch erneut Zweifel an der Zuverlässigkeit des neuen Jets auf, insbesondere in einer Zeit, in der Boeing auch auf die Zulassung neuer Varianten seines Mittelstreckenjets 737 Max wartet.

Zusätzlich zu den Schwierigkeiten mit der 777X sieht sich Boeing mit Problemen bei einem weiteren Modell konfrontiert: dem 787 Dreamliner. Die US-Luftfahrtbehörde FAA hat Inspektionen von Hunderten Flugzeugen dieses Typs angeordnet. Hintergrund ist die Sorge, dass eine unbeabsichtigte horizontale Bewegung eines besetzten Pilotensitzes zu einem plötzlichen Sinkflug führen könnte, was das Risiko schwerer Verletzungen für Passagiere und Besatzung erhöht. Diese Entscheidung der FAA betrifft 158 in den USA registrierte und 737 weltweit im Einsatz befindliche Flugzeuge des Typs 787 Dreamliner. Die Anordnung folgt einem Vorfall im März, bei dem ein Flugzeug der Latam Airlines in einen plötzlichen Sturzflug geriet und dabei über 50 Passagiere verletzt wurden.

Boeing sieht sich damit erneut mit erheblichen Herausforderungen in Bezug auf Sicherheit und Zuverlässigkeit seiner Flugzeuge konfrontiert. Die Probleme mit dem 777X-Modell und die zusätzlichen Bedenken beim Dreamliner könnten das Vertrauen der Kunden weiter erschüttern und den Konzern vor zusätzliche Schwierigkeiten stellen. Die kommenden Monate werden entscheidend sein, ob Boeing diese Herausforderungen bewältigen kann.

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