ANZEIGE

Boeing prüft den Verkauf von Firmenteilen

Streik, Stellenabbau und finanzielle Probleme belasten den Konzern

2 Min
Boeing prüft den Verkauf von Firmenteilen

Boeing, der amerikanische Flugzeugbauer, erwägt den Verkauf von Firmenteilen, um seine finanzielle Lage zu stabilisieren. Laut einem Bericht des „Wall Street Journal“ habe das Unternehmen bereits eine Entscheidung getroffen und plane den Verkauf einer kleinen Verteidigungseinheit, die Überwachungsgeräte für das US-Militär produziert. Diese Informationen stammen aus Kreisen, die mit dem Geschäft vertraut sind. Der Konzern selbst äußerte sich jedoch nicht zu den Berichten.

In internen Meetings habe der neue Boeing-Chef Kelly Ortberg die Leiter der einzelnen Unternehmenseinheiten dazu aufgefordert, den Wert ihrer Geschäftsbereiche für das Unternehmen zu evaluieren. Dies könnte ein weiterer Hinweis darauf sein, dass Boeing sich auf den Verkauf von Firmenteilen vorbereitet. Der Verkauf von Vermögenswerten könnte dazu beitragen, die angeschlagene Finanzlage des Konzerns zu verbessern.

Boeing hat in den letzten Monaten mit erheblichen Herausforderungen zu kämpfen. Im Januar löste sich während eines Fluges mit einer Boeing 737 Max ein Teil der Kabinenwand, was zu erheblichem Druck auf die Unternehmensführung führte. Dies mündete letztlich in einem Wechsel an der Spitze des Unternehmens. Kelly Ortberg übernahm das Amt des CEO, nachdem sein Vorgänger zurücktreten musste.

Darüber hinaus befindet sich Boeing seit Mitte September im Konflikt mit den Gewerkschaften. Rund 33.000 Mitarbeiter traten am 13. September in den Streik, um höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen durchzusetzen. Jüngste Verhandlungen zwischen Boeing und den Gewerkschaften haben jedoch Fortschritte gebracht. Ein neuer Tarifvorschlag wurde ausgearbeitet, der unter anderem eine Lohnerhöhung von 35 Prozent über einen Zeitraum von vier Jahren vorsieht. Das Angebot soll den streikenden Mitarbeitern zur Abstimmung vorgelegt werden. Experten schätzen, dass der Streik Boeing etwa eine Milliarde Dollar pro Monat kostet.

Ob die Mitarbeiter das Angebot annehmen, bleibt abzuwarten, da die Gewerkschaften ursprünglich eine Lohnerhöhung von 40 Prozent gefordert hatten. Boeing hatte zuvor ein Angebot von 25 Prozent unterbreitet, das jedoch von den Beschäftigten abgelehnt wurde. Gleichzeitig plant das Unternehmen den Abbau von rund 17.000 Arbeitsplätzen, was etwa zehn Prozent der gesamten Belegschaft entspricht.

LuftverkehrBoeingFinanzkriseStreik

Meistgelesene News

  1. Chevron und Halliburton: Öldeal mit Venezuela treibt Aktienkurse an
  2. Tesla am Scheideweg: Rekordumsatz trifft auf milliardenschwere KI-Ambitionen
  3. Teslas 25-Milliarden-Wette: Vom Autobauer zum KI-Roboter-Konzern
  4. Tesla-Robotaxi-Strategie und BYD-Expansion prägen das globale EV-Duell
  5. Führungswechsel bei Volksbank Brawo und L3Harris erschüttern Märkte

Disclaimer