Boeing einigt sich mit Spirit-Mitarbeitern auf neuen Tarifvertrag
Nach der 4,7-Milliarden-Dollar-Übernahme von Spirit AeroSystems hat Boeing eine vorläufige Tarifvereinbarung mit den ehemaligen Spirit-Beschäftigten in Wichita erzielt. Die Gewerkschaft SPEEA empfiehlt ihren Mitgliedern einstimmig die Annahme.

Boeing hat sich mit der Gewerkschaft SPEEA auf einen neuen Tarifvertrag für die ehemaligen Mitarbeiter von Spirit AeroSystems geeinigt. Das Verhandlungsteam der Nicht-Ingenieur-Einheit empfahl den rund 1.700 Gewerkschaftsmitgliedern in Wichita, Kansas, einstimmig, dem Angebot des Flugzeugherstellers zuzustimmen.
Die Tarifgespräche konnten erst nach Abschluss der 4,7 Milliarden US-Dollar schweren Übernahme von Spirit AeroSystems am 8. Dezember 2025 beginnen. Arbeitsrechtliche Beschränkungen hatten frühere Verhandlungen verhindert.
Deutliche Verbesserungen bei Gehältern und Leistungen
Das Boeing-Angebot sieht erhebliche Verbesserungen vor: Die Lohnpools steigen über einen Zeitraum von etwa fünf Jahren um 20 Prozent. Zusätzlich erhalten die Mitarbeiter einen Ratifizierungsbonus von 6.000 US-Dollar sowie ab 2027 einen 401(k)-Zuschuss von 10 Prozent. Die jährlichen Beförderungsmittel werden um 50 Prozent erhöht.
"Das Angebot bietet uns bessere Krankenversicherungsleistungen, bessere Zahnversicherungsleistungen, mehr Urlaubszeit und angemessene Gehaltspools für Lohnerhöhungen", erklärte James Hatfield, der das Verhandlungsteam der Gewerkschaft leitete.
Abstimmung bis Ende Januar
Die Gewerkschaftsmitglieder haben bis zum 30. Januar 2026 um 17 Uhr Zeit, über den Vorschlag abzustimmen. Der aktuelle Sechsjahresvertrag läuft am 31. Januar 2026 aus. Ein Boeing-Sprecher zeigte sich zufrieden: "Wir freuen uns, dass der Verhandlungsausschuss der Gewerkschaft unser bestes und finales Angebot vollständig befürwortet hat."
Die Verhandlungen waren zunächst holprig verlaufen. Bis zum 5. Januar waren die Gespräche unterbrochen, nachdem die Gewerkschaft Boeing kritisiert hatte, unvorbereitet in die Verhandlungen gegangen zu sein. Mit der nun erzielten Einigung scheint Boeing einen wichtigen Schritt zur Integration der Spirit-Mitarbeiter gelungen zu sein.
