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BNP Paribas verhandelt über Athlon-Übernahme

Geplanter Zukauf stärkt Arval und den europäischen Fahrzeugleasingmarkt

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BNP Paribas verhandelt über Athlon-Übernahme

BNP Paribas wird am Freitag im Fokus der Finanzmärkte stehen, nachdem bekannt wurde, dass sich die französische Großbank in exklusiven Verhandlungen mit der Mercedes-Benz Group über den Erwerb der Auto-Leasing-Tochter Athlon befindet. Die Gespräche betreffen eine Transaktion mit einem geschätzten Volumen von rund einer Milliarde Euro beziehungsweise 1,17 Milliarden US-Dollar. Mit dem geplanten Schritt will BNP Paribas ihre Präsenz im europäischen Fahrzeugleasingmarkt weiter ausbauen und strategisch stärken.

Die Übernahme soll über die BNP-Tochter Arval erfolgen, die sich auf Full-Service-Leasing und Flottenmanagement spezialisiert hat. Durch die Integration von Athlon würden rund 400.000 zusätzliche Fahrzeuge in den Bestand von Arval übergehen. Derzeit verwaltet Arval eine Flotte von etwa 1,9 Millionen Fahrzeugen, sodass sich der Gesamtbestand nach Abschluss der Transaktion auf nahezu 2,3 Millionen Einheiten erhöhen würde. Damit würde BNP Paribas ihre Position im europäischen Markt deutlich ausweiten.

Nach Angaben aus dem Unternehmen würde der Zusammenschluss helfen, einen gemeinsamen europäischen Marktführer im Bereich der Langzeitfahrzeugmiete zu formen. Der Abstand zum derzeitigen Marktführer Ayvens, der börsennotierten Auto-Leasing-Sparte der Société Générale, würde sich dadurch verringern. Ayvens verfügte zuletzt über eine finanzierte Flotte von rund 2,6 Millionen Fahrzeugen und verwaltete zusätzlich mehrere hunderttausend weitere Fahrzeuge im Auftrag von Kunden.

Im Rahmen der Transaktion wird auch der Unterschied zwischen klassischem Flottenmanagement und Full-Service-Leasing betont. Während beim Flottenmanagement die Fahrzeuge im Eigentum des Kunden verbleiben und der Anbieter vor allem Serviceleistungen übernimmt, kombiniert das Full-Service-Leasing Finanzierung, Management und Eigentum der Fahrzeuge gegen eine feste monatliche Gebühr. Am Ende der Laufzeit werden die Fahrzeuge in der Regel weiterverkauft.

Für Mercedes-Benz ist der geplante Verkauf Teil einer umfassenderen Strategie, Erlöse aus Desinvestitionen zu nutzen, um verstärkt in das Kerngeschäft zu investieren. Für BNP Paribas fügt sich die mögliche Übernahme in die langfristigen Ambitionen ein, das Leasinggeschäft weiter auszubauen und zusätzliche Skaleneffekte zu erzielen. Die Bank rechnet im Zuge der Integration mit Kosteneinsparungen und einer Kapitalrendite von rund 18 Prozent.

Darüber hinaus wird erwartet, dass die Transaktion ab dem dritten Jahr nach ihrem Abschluss mit nahezu 200 Millionen Euro zum Ergebnis je Aktie der Gruppe beitragen wird. Die Auswirkungen auf die Kapitalausstattung sollen begrenzt bleiben. Die erwartete Belastung der harten Kernkapitalquote ist bereits in der Kapitalplanung bis Ende 2027 berücksichtigt. Ein Kaufvertrag wird für das Frühjahr erwartet, während der Abschluss der Transaktion im dritten Quartal 2026 erfolgen soll, vorbehaltlich der erforderlichen behördlichen Genehmigungen.

BNP ParibasMercedes-BenzAutoindustrie

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