BMW verdoppelt Elektroauto-Absatz im ersten Quartal
Elektroautos retten BMW - Die Verkaufszahlen steigen um 83,2 Prozent im ersten Quartal 2023

Der deutsche Automobilhersteller BMW hat im ersten Quartal des Jahres insgesamt weniger Fahrzeuge verkauft als im Vorjahr. Der weltweite Absatz sank um 1,5 Prozent auf rund 588.000 Fahrzeuge, wobei der Absatz in China mit knapp 195.000 Autos sogar um 6,6 Prozent unter dem Vorjahr lag. Trotzdem konnte BMW im Bereich Elektroautos ein deutliches Wachstum verzeichnen. Die Marken BMW und Mini verkauften in den ersten drei Monaten des Jahres insgesamt über 64.500 E-Autos und erzielten damit ein Absatzplus von 83,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Besonders die Kernmarke BMW steigerte ihren Absatz von Elektroautos um 112,3 Prozent auf beinahe 56.000 Auslieferungen. Das Unternehmen plant, in den nächsten Jahren weiterhin stark in den Bereich Elektromobilität zu investieren. So soll bereits 2024 jeder fünfte Neuwagen des Konzerns vollelektrisch sein, 2025 jeder vierte und 2026 jeder dritte. BMW-Vorstandsmitglied Pieter Nota zeigte sich zufrieden mit der Entwicklung des Elektroauto-Geschäfts und betonte, dass das Unternehmen ein "dynamisches Tempo beim Hochlauf der Elektromobilität beibehalten" habe.
Trotz des insgesamt schwächeren Quartals plant der Automobilhersteller weiterhin ein erfolgreiches Geschäftsjahr und sagt ein leichtes Wachstum im Gesamtjahr 2023 voraus. Der Vertriebsvorstand Nota sieht vollelektrische Fahrzeuge als wesentliche Wachstumstreiber, insbesondere im oberen Marktsegment, wo BMW ein Wachstum im mittleren zweistelligen Prozentbereich erwartet.
BMW plant auch weiterhin, in den chinesischen Markt zu investieren und erwartet eine Stabilisierung der Wirtschaft im Laufe des Jahres. Zwar war die Endkunden-Nachfrage nach Pkw im März weniger dynamisch als die Händlerverkäufe, doch der Herstellerverband CAAM (Chinese Association of Automotive Manufacturers) meldete, dass die Autobauer im März insgesamt 2,45 Millionen Fahrzeuge an die Händler verkauft haben - 9,7 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Auch der Absatz von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben nahm um über ein Drittel zu.
China ist der größte Automarkt der Welt und ein wichtiger Einzelmarkt für die deutschen Autohersteller. Für BMW sind vollelektrische Fahrzeuge ein wichtiger Wachstumstreiber, und das Unternehmen setzt weiterhin auf eine Investition in den chinesischen Markt. Trotz des insgesamt schwächeren Quartals sieht BMW optimistisch in die Zukunft und plant, in den kommenden Jahren einen starken Fokus auf Elektromobilität zu legen.
