ANZEIGE

BMW und Mercedes-Benz kämpfen um Marktanteile

Absatzrückgänge in China und Probleme bei Elektrofahrzeugen belasten die deutschen Hersteller

2 Min
BMW und Mercedes-Benz kämpfen um Marktanteile

Der deutsche Autohersteller BMW sieht sich gegenwärtig mit erheblichen Absatzproblemen konfrontiert, insbesondere auf dem wichtigen chinesischen Markt. Im Zeitraum von Juli bis September 2024 sank die Anzahl der ausgelieferten Fahrzeuge um nahezu 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, was zu einem Gesamtabsatz von knapp 148.000 Fahrzeugen führte. Der Wettbewerber Mercedes-Benz erlebte ähnliche Schwierigkeiten, mit einem Rückgang von 13 Prozent auf 170.700 Fahrzeuge. Beide Hersteller gaben an, dass das Marktumfeld als „schwierig“ und „herausfordernd“ einzustufen sei. Die insgesamt geringere Nachfrage, besonders im Luxusgütersegment, sowie anhaltende Preisnachlässe im Bereich der Elektrofahrzeuge beeinflussten den Absatz negativ.

Zusätzlich verschärfte sich der Rückgang im dritten Quartal, was bei Mercedes-Benz zu einer weiteren Gewinnwarnung führte. BMW hingegen konnte die Absatzziele nicht erreichen. Während der Gesamtmarkt in China rückläufig ist, verzeichnet der Bereich der Elektroautos aufgrund staatlicher Kaufanreize ein erhebliches Wachstum. Deutsche Hersteller profitieren jedoch nicht von diesem Boom, da die lokale Konkurrenz mit niedrigeren Preisen und kleineren Modellen aufwartet. Beispielsweise konnte der E-Auto-Hersteller BYD im September seine Verkaufszahlen um über 45 Prozent steigern, während Tesla im gleichen Monat einen Verkaufsrekord mit 72.000 Autos und einem Wachstum von 66 Prozent erzielte.

Die Probleme von BMW werden zusätzlich durch einen Lieferstopp wegen Schwierigkeiten mit einem Bremssystem des Zulieferers Continental verstärkt. Dies führte dazu, dass rund 320.000 bereits gefertigte Neuwagen momentan nicht ausgeliefert werden können. Im dritten Quartal sank der Absatz von BMW um 13 Prozent auf gut 540.000 Fahrzeuge. In den ersten neun Monaten des Jahres wurde ein Rückgang von 4,5 Prozent auf etwa 1,75 Millionen Autos verzeichnet. Während die Verkaufszahlen in Asien und Amerika zurückgingen, konnte die BMW Group in Europa mit einem Plus von 1,4 Prozent bei den Marken BMW, Mini und Rolls-Royce zulegen.

Mercedes-Benz lag im dritten Quartal mit 503.600 Auslieferungen knapp unter dem Vorjahreswert und bleibt hinter dem globalen Premium-Marktführer BMW zurück. Der Absatz von Mercedes liegt im bisherigen Jahresverlauf mit 1,46 Millionen Einheiten vier Prozent unter dem Vorjahr. Beide Unternehmen mussten in der Vergangenheit mit Lieferproblemen kämpfen, die sich jedoch inzwischen weitgehend aufgelöst haben. Der Markt für Elektroautos zeigt jedoch eine klare Trennung: Während BMW mit seinen vollelektrischen Modellen wie dem iX1 und dem E-Mini Erfolge feiert, erlebte Mercedes-Benz einen signifikanten Rückgang bei seinen EQ-Modellen, mit einem Rückgang von 31 Prozent auf 42.500 Fahrzeuge im dritten Quartal.

AutoindustrieHandelBMWMercedes-BenzChinaElektrofahrzeuge

Meistgelesene News

  1. Chevron und Halliburton: Öldeal mit Venezuela treibt Aktienkurse an
  2. Tesla am Scheideweg: Rekordumsatz trifft auf milliardenschwere KI-Ambitionen
  3. Teslas 25-Milliarden-Wette: Vom Autobauer zum KI-Roboter-Konzern
  4. Tesla-Robotaxi-Strategie und BYD-Expansion prägen das globale EV-Duell
  5. Führungswechsel bei Volksbank Brawo und L3Harris erschüttern Märkte

Disclaimer