BMW startet neues Aktienrückkaufprogramm
Zwei Milliarden Euro sollen in Stamm- und Vorzugsaktien investiert werden

Der Münchner Automobilhersteller BMW hat die Auflage eines neuen Aktienrückkaufprogramms bekannt gegeben. Das Volumen des Programms soll sich auf insgesamt bis zu zwei Milliarden Euro belaufen. Dabei plant das Unternehmen, Stammaktien im Wert von rund 1,65 Milliarden Euro sowie Vorzugsaktien in Höhe von maximal 350 Millionen Euro zurückzukaufen. Der Rückkaufprozess soll noch im Laufe des Monats Mai beginnen.
Laut Mitteilung des DAX-notierten Konzerns ist vorgesehen, den Großteil der zurückgekauften Aktien einzuziehen. Ein Teil der Anteile könne jedoch auch zur Ausgabe an Mitarbeiter verwendet werden. Durch den Einzug der Aktien könnte das Grundkapital von BMW um rund vier Prozent reduziert werden. Dies wäre der dritte Aktienrückkauf innerhalb von drei Jahren.
Das zuletzt aufgelegte Rückkaufprogramm, das seit dem Jahr 2023 lief, hatte ebenfalls ein Volumen von zwei Milliarden Euro und wurde Anfang April 2025 abgeschlossen. Mit dem neuen Schritt setzt BMW die Serie umfangreicher Rückkäufe fort, die darauf abzielen, Kapital an die Anteilseigner zurückzuführen.
Grundsätzlich nutzen Unternehmen Aktienrückkäufe als Mittel, überschüssige Liquidität an die Aktionäre auszuschütten. Werden die zurückgekauften Papiere eingezogen, reduziert sich das Grundkapital des Unternehmens. Diese Maßnahme kann sich positiv auf den Gewinn je Aktie auswirken, da sich die Gesamtzahl der umlaufenden Aktien verringert.
BMW reiht sich mit dem neuen Programm in eine gängige Praxis börsennotierter Unternehmen ein, Kapitalmaßnahmen zur Stärkung des Aktienwerts und zur Attraktivitätssteigerung für Investoren einzusetzen. Die geplanten Rückkäufe betreffen sowohl Stamm- als auch Vorzugsaktien, wobei sich die Aufteilung klar auf die jeweiligen Beträge verteilt.
Mit dem Beginn des Rückkaufs noch im Mai reagiert BMW zügig auf das Ende des vorangegangenen Programms. Die Ankündigung unterstreicht den Willen des Unternehmens, weiterhin flexibel auf Marktbedingungen und Kapitalstrukturen Einfluss zu nehmen. Das Unternehmen äußerte sich nicht zur genauen Dauer des neuen Programms, machte aber deutlich, dass die Durchführung kurzfristig bevorsteht.
