Blossom Gold meldet ersten Goldfund auf Kamma-Claims in Nevada
Das kanadische Explorationsunternehmen bestätigt Goldmineralisierung westlich des Rosebud-Projekts in Pershing County, Nevada.

Blossom Gold Inc. (TSX: BGAU) hat am 6. Oktober 2026 die erste Edelmetallmineralisierung auf seinen zu 100 Prozent im Eigenbesitz befindlichen Kamma-Claims bekannt gegeben. Die Entdeckung stammt aus der ersten Phase des Reverse-Circulation-Bohrprogramms (RC), das am 31. August 2026 begann. Die Kamma-Claims liegen westlich des Rosebud-Projekts des Unternehmens in Pershing County, Nevada.
Bohrloch KM26-003 durchteufte 7,6 Meter mit einem Gehalt von 0,16 g Au/t ab 38,1 Metern Tiefe. Die Mineralisierung befindet sich unter flachem Alluvium entlang einer ausgeprägten magnetischen Anomalie, die mit einer beckenrandbegrenzenden Verwerfung zusammenfällt. Dieses strukturelle Umfeld ähnelt jenem der Hycroft-Mine, die sich etwa 3 Meilen nördlich der Kamma-Claims befindet.
CEO Rick Winters kommentierte die Entdeckung mit deutlicher Begeisterung: „Besser geht es nicht. Man sichert sich ein gutes Gelände in einer guten Umgebung. Man übergibt es klugen Köpfen mit guten Ideen, die vor Ort aktiv werden und wissenschaftliche Methoden anwenden. Fortuna lächelt. Und da ist sie, die Goldmineralisierung!" Winters betonte zudem, dass Kamma über ein solides Budget bis 2027 verfüge, um die Entdeckung voranzutreiben.
Die Details
Die beste Zone der Goldmineralisierung in KM26-003 befindet sich in plagioklas-porphyrischem Dazit unmittelbar unter dem Alluviumkontakt in einer Bohrlochtiefe von 25 Metern. Sie ist mit intensiver hydrothermaler Alteration und disseminierter Sulfidmineralisierung verbunden. Mehrere zusätzliche Intervalle mit schwächerer hydrothermaler Alteration und Goldmineralisierung treten im gesamten Bohrloch auf, was auf die Nähe zu hydrothermalen Flüssigkeitsleitungen hindeutet.
Die erste Phase des RC-Programms umfasste sieben Erkundungsbohrungen über insgesamt 10.000 Fuß (3.050 Meter) und wurde vollständig abgeschlossen. Die Hauptziele bestanden darin, die Alluviumtiefe, die Lithologie, das Vorhandensein hydrothermaler Alteration und das Potenzial für eine Goldmineralisierung unter der Alluviumbedeckung zu charakterisieren. Laut Unternehmensangaben wurden alle diese Ziele im Zuge der Entdeckung erreicht.
Dr. John DeDecker, Vice President Exploration, erläuterte die geologische Bedeutung: „Die Ergebnisse bestätigen das aeromagnetische Merkmal, das wir mit KM26-003 anvisiert haben. Es stellt eine Zone hydrothermaler Alteration dar, die mit einer Goldmineralisierung entlang einer kartierten beckenrandbegrenzenden Verwerfung in Zusammenhang steht. Die Art der Alteration und Mineralisierung, die wir sehen, ist ermutigend und erinnert stark an das, was wir bei Rosebud beobachten."
Kartierungen vor den Bohrungen identifizierten Konglomeratgestein der Badger-Formation, was die Kamma-Claims stratigraphisch zwischen die Hycroft-Mine und das Rosebud-Projekt einordnet. Obwohl das Gebiet eine Geschichte bedeutender Seifengoldproduktion aufweist, fand vor dem Programm von Blossom nur begrenzte moderne Exploration statt. Das Programm wurde nach der Genehmigung einer „Notice of Intent" durch das Bureau of Land Management im Juni 2026 gestartet.
Hintergrund: Was bisher geschah
Bereits am 19. Mai 2026 berichtete aktien.news, dass Blossom Gold die metallurgischen Kernbohrungen erfolgreich abgeschlossen hatte und mit der Lieferung von Proben an das Analyseunternehmen Kappes, Cassiday & Associates begann. Ziel war die Einleitung metallurgischer Tests der Rosebud-Mineralisierung — ein entscheidender Schritt in der Projektbewertung. Das Unternehmen hatte damals betont, dass die Rosebud-Lagerstätte in alle Richtungen offen sei und weiteres Explorationspotenzial biete.
Die Kamma-Claims stellen nun einen zweiten Explorationspfad neben Rosebud dar. Das Rosebud-Projekt beherbergt aktuell eine abgeleitete Mineralressource von 70,755 Millionen Tonnen mit einem Gehalt von 0,62 g Au/t und 6,49 g Ag/t, was 1,28 Millionen Unzen Gold und 13,4 Millionen Unzen Silber entspricht. Die Mineralressourcenschätzung wurde unter Verwendung langfristiger Gold- und Silberpreise von US$ 2.500 bzw. US$ 35 pro Unze begrenzt.
Was das für Anleger bedeutet
Für deutsche Privatanleger ist die Entdeckung auf den Kamma-Claims in erster Linie als Bestätigung des geologischen Modells von Blossom Gold zu werten. Das Unternehmen hat mit einem einzigen Bohrloch nachgewiesen, dass unter der Alluviumbedeckung tatsächlich eine Goldmineralisierung vorhanden ist — und das in einem strukturellen Umfeld, das mit der benachbarten Hycroft-Mine vergleichbar ist. Dies reduziert das geologische Risiko für Folgeprogramme.
Gleichzeitig befindet sich Blossom Gold noch in einer frühen Explorationsphase. Die bisher bekannte Mineralisierung mit 0,16 g Au/t über 7,6 Meter ist ein erster Hinweis, aber noch kein Nachweis einer wirtschaftlich abbaubaren Lagerstätte. Das Kamma-Programm wird aus dem bestehenden 24-Monats-Budget des Unternehmens finanziert, was bedeutet, dass keine unmittelbare Kapitalerhöhung für dieses Programm angekündigt wurde. Blossom Gold ist an der TSX unter dem Symbol BGAU notiert.
Ausblick
Geochemische und lithologische Analysen aller sieben Bohrlöcher der ersten Phase werden genutzt, um mit einem Kernbohrprogramm potenzielle hochgradige Zubringerstrukturen anzupeilen. Zusätzliche oberflächenbasierte geochemische und geophysikalische Arbeiten werden in Betracht gezogen, um die auf RC-Bohrlöchern basierende geochemische Vektorisierung zu ergänzen. Das Unternehmen plant, die Ergebnisse mit den geophysikalischen und geologischen Datensätzen zu integrieren, um Folgebohrungen zu planen — darunter Step-out-Bohrungen entlang des Streichens und tiefere Bohrungen zur Erprobung der interpretierten Zubringerstrukturen.
Die Ergebnisse des Kamma-Programms werden die Bohr-Entscheidungen für 2027 leiten. Die Exploration bei Kamma wird parallel zu den laufenden Arbeiten bei Rosebud vorangetrieben, wo das Unternehmen das Projekt weiter in Richtung Machbarkeitsstudie führen will. CEO Winters hob hervor, dass Kamma „einen zweiten Weg zur Wertschöpfung" biete, während Rosebud weiterentwickelt wird.
Kurz erklärt
- Reverse-Circulation-Bohrung (RC): Eine Bohrmethode, bei der Gesteinsproben durch das Innere des Bohrgestänges nach oben gefördert werden, was eine schnelle und kostengünstige Probennahme ermöglicht.
- Hydrothermale Alteration: Veränderung von Gesteinen durch heiße, mineralreiche Flüssigkeiten, die häufig ein Hinweis auf das Vorhandensein von Edelmetallmineralisierungen ist.
- Alluvium: Lockeres Sedimentmaterial wie Sand, Kies oder Schlamm, das durch Wasser abgelagert wurde und Festgestein überdecken kann.
