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Blackstone übertrifft Gewinnerwartungen dank starkem Transaktionsgeschäft im vierten Quartal

Der weltgrößte Alternative-Asset-Manager profitiert von höherer M&A-Aktivität und boomenden Rechenzentren.

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Blackstone übertrifft Gewinnerwartungen dank starkem Transaktionsgeschäft im vierten Quartal

Blackstone, der weltweit größte Vermögensverwalter für alternative Anlagen, hat im vierten Quartal 2024 die Gewinnerwartungen der Wall Street deutlich übertroffen. Der ausschüttbare Gewinn je Aktie lag bei 1,75 US-Dollar und übertraf damit die Analystenprognose von 1,54 US-Dollar. Die Aktie des New Yorker Unternehmens legte im vorbörslichen Handel um ein Prozent zu.

Das starke Abschneiden verdankt Blackstone einer deutlich gestiegenen Transaktionsaktivität. In den drei Monaten bis Dezember erzielte das Unternehmen 957 Millionen US-Dollar aus Vermögensverkäufen – ein Anstieg von 59 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Finanzinvestoren und Unternehmen kehrten 2025 verstärkt zu Fusionen und Übernahmen zurück, begünstigt durch sinkende Zinssätze und nachlassende politische Unsicherheit.

Blackstone sammelte im vierten Quartal frisches Kapital in Höhe von 71,5 Milliarden US-Dollar ein. Das verwaltete Vermögen stieg auf insgesamt 1,27 Billionen US-Dollar. Die Ergebnisse unterstreichen einen Trend, bei dem große Private-Capital-Gesellschaften weiterhin erfolgreich Kapital einwerben, während kleinere Fonds zunehmend Schwierigkeiten haben.

Rechenzentren als Wachstumstreiber

Besonders stark entwickelten sich die Infrastrukturfonds des Unternehmens. Die Bewertungen stiegen im Quartal um 8,4 Prozent, getrieben durch den Rechenzentrumsbetreiber QTS. Blackstone hatte QTS 2021 übernommen – das Unternehmen profitiert nun massiv von der steigenden Nachfrage nach Infrastruktur für künstliche Intelligenz. "Unser Fokus auf massive Investitionen in den Ausbau der digitalen und Energieinfrastruktur schafft weiterhin erheblichen Wert", erklärte Vorstandsvorsitzender Stephen Schwarzman.

Auch der Immobilien-Investmentfonds BREIT zeigte eine deutliche Erholung. Nach schwierigen Jahren ab Ende 2022, als Investoren angesichts fallender Immobilienpreise und steigender Zinsen reihenweise Kapital abzogen, erzielte der Fonds 2025 eine Rendite von 8,1 Prozent. Blackstone hält QTS ebenfalls über diesen Fonds.

Milliardenschwere Übernahmen geplant

Im vierten Quartal investierte Blackstone 42 Milliarden US-Dollar in Zukäufe, darunter die japanische Personalvermittlungsfirma TechnoPro. Weitere 23 Milliarden US-Dollar sind für geplante Transaktionen vorgesehen, einschließlich der Übernahme des Medizintechnikherstellers Hologic. Für das Gesamtjahr lag der ausschüttbare Gewinn bei 5,57 US-Dollar je Aktie und übertraf damit die Analystenschätzung von 5,35 US-Dollar.

Trotz der starken Quartalszahlen fiel die Blackstone-Aktie im vergangenen Jahr um etwa elf Prozent. Analysten von Piper Sandler bezeichneten die Aktie als "unbeliebt" und stuften sie neutral ein, sehen aber Potenzial durch eine Belebung der Transaktionsaktivität. Das Unternehmen wird derzeit mit dem 23-fachen des prognostizierten Gewinns für 2026 gehandelt.

Zusätzlichen Druck erhielt die Aktie durch Äußerungen von US-Präsident Donald Trump, der mit einem Verbot für institutionelle Investoren beim Kauf von Einfamilienhäusern drohte. Analysten spielten das Risiko jedoch herunter: Das Engagement von Blackstone in diesem Bereich beträgt etwa sechs Milliarden US-Dollar bei einem Gesamtvermögen von über 1,2 Billionen US-Dollar – nach Einschätzung von Oppenheimer-Analyst Chris Kotowski "offensichtlich trivial".

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