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Blackstone meldet Rekordvermögen und starken Gewinnsprung

Deutlich höhere Transaktionen und IPO-Aktivität treiben Ergebnis, Aktie dennoch unter Druck

2 Min
Blackstone meldet Rekordvermögen und starken Gewinnsprung

Blackstone hat im dritten Quartal 2025 einen deutlichen Gewinnanstieg verzeichnet und die Erwartungen der Analysten übertroffen. Der auf alternative Anlagen spezialisierte Vermögensverwalter erzielte einen ausschüttungsfähigen Gewinn von 1,89 Milliarden US-Dollar, was einem Zuwachs von 48 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Damit lag das Ergebnis mit 1,52 US-Dollar je Aktie deutlich über den prognostizierten 1,23 US-Dollar. Die Vermögenswerte unter Verwaltung stiegen auf ein Rekordniveau von 1,24 Billionen US-Dollar.

Der deutliche Ergebnisanstieg ist auf eine starke Zunahme der Transaktionen und Börsengänge zurückzuführen. Nach einer längeren Phase der Zurückhaltung belebte sich der Markt infolge der Anpassung von Unternehmensstrategien an die wirtschaftliche Unsicherheit und an die zuvor angekündigten US-Importzölle. Präsident und COO Jon Gray sprach von einem „Deal-Damm“, der sich nun öffne, wodurch in den kommenden Quartalen weitere Veräußerungen zu erwarten seien.

Im Berichtszeitraum veräußerte Blackstone Investitionen im Wert von 30 Milliarden US-Dollar, darunter 9,3 Milliarden US-Dollar aus dem Private-Equity-Bereich. Dieser Teil des Geschäfts konnte seine Erträge gegenüber dem zweiten Quartal mehr als verdoppeln. Drei Unternehmen, darunter der Energiedienstleister Legence, wurden an die Börse gebracht. Parallel dazu tätigte Blackstone in seinem Kreditgeschäft ein Investment von 7 Milliarden US-Dollar in eine Flüssigerdgasanlage des Unternehmens Sempra in Texas. Insgesamt setzte der Konzern 26,6 Milliarden US-Dollar Kapital ein und verfügt über liquide Mittel von 188,1 Milliarden US-Dollar.

Die Kredit- und Versicherungsparte trug fast zwei Drittel zu den Zuflüssen in Höhe von 54,2 Milliarden US-Dollar bei. Vorstandschef Stephen Schwarzman bezeichnete das erreichte Volumen als „Branchenrekord“. Trotz jüngster Insolvenzen in einzelnen Sektoren sieht das Management keine breiten Ausfallrisiken. Laut Schwarzman betrugen die realisierten Verluste im Direktkreditgeschäft lediglich ein Zehntel eines Prozents, während die Investment-Grade-Strategien bislang keine Ausfälle verzeichneten.

In Hinblick auf künftige Wachstumsfelder betonte Blackstone die Bedeutung digitaler und energetischer Infrastruktur. Besonders stark entwickelte sich die Infrastrukturstrategie im Private-Equity-Segment. Die weltweite Nachfrage nach Rechenzentrumsflächen habe sich im dritten Quartal gegenüber dem Vorquartal verdoppelt. Gray verwies auf einen „umsichtigen Ansatz“, bei dem langfristige Mietverträge und die Bonität der Mieter entscheidend seien. Trotz dieser positiven Ergebnisse fiel die Aktie des Unternehmens nach der Veröffentlichung der Zahlen um fünf Prozent und liegt seit Jahresbeginn mehr als zehn Prozent im Minus.

BlackstoneFinanzenGewinne

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