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Blackstone-Chef: KI-Boom schafft Hunderttausende gewerbliche Arbeitsplätze

Blackstone-Präsident Jon Gray sieht im KI-Infrastrukturboom einen massiven Jobmotor für gewerbliche Arbeitnehmer in den USA.

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Blackstone-Chef: KI-Boom schafft Hunderttausende gewerbliche Arbeitsplätze

Blackstone-Präsident Jon Gray hat auf der Milken Institute Global Conference einen überraschend optimistischen Ausblick auf die Beschäftigungswirkung des KI-Booms gezeichnet. Während viele Experten vor einem Jobabbau durch künstliche Intelligenz warnen, sieht Gray in den massiven Infrastrukturinvestitionen einen gewaltigen Wachstumsmotor für gewerbliche Arbeitnehmer.

Als konkretes Beispiel nannte Gray das Rechenzentrumsunternehmen QTS, das von Blackstone unterstützt wird. QTS werde bis Ende des Jahres rund 40.000 Mitarbeiter auf Baustellen im ganzen Land beschäftigen – gegenüber lediglich 10.000 noch vor einem Jahr. Das entspricht einer Vervierfachung der Belegschaft innerhalb von nur zwölf Monaten.

„Dies ist ein gewaltiger Boom für die gewerbliche Beschäftigung, sicherlich über die nächsten fünf Jahre", sagte Gray auf dem Podium. „Wo diese Arbeitsplätze entstehen, könnte sich ändern – der Großteil dieser physischen Investitionen findet in der Mitte des Landes statt."

KI-Infrastruktur als Jobmotor

Die Aussagen des Blackstone-Managers fallen in eine Zeit intensiver Debatte über die Folgen der KI für den Arbeitsmarkt. Asset Manager weltweit investieren Milliarden in Rechenzentren und die dazugehörige Infrastruktur, um die wachsende Nachfrage nach Rechenkapazität zu bedienen. Diese Investitionen erfordern Bauarbeiter, Elektriker, Ingenieure und viele weitere Fachkräfte vor Ort.

Gleichzeitig zeigen Studien ein gemischtes Bild. Ein Bericht der Boston Consulting Group kommt zu dem Schluss, dass KI in den nächsten fünf Jahren bis zu 15 Prozent der Arbeitsplätze vernichten könnte. Allerdings betonen die Autoren, dass ein noch größerer Teil der Berufe durch die Technologie lediglich umgestaltet – und nicht vollständig ersetzt – wird.

Neue Jobs durch neue Anwendungen

Jenny Johnson, CEO von Franklin Resources Inc., äußerte sich auf demselben Podium ebenfalls zuversichtlich. Sie sieht großes Potenzial in der Entstehung völlig neuer Berufsbilder, sobald KI-Tools breiter in der Bevölkerung verbreitet sind.

„Niemand von uns ist bisher wirklich gut im Umgang mit diesen Werkzeugen", sagte Johnson. „Sobald diese Tools erst einmal in den Händen der Menschen liegen, werden wir feststellen, dass es massiv mehr Dinge gibt, von denen wir nie wussten, dass wir sie benötigen, auf die wir aber plötzlich nicht mehr verzichten wollen."

Für deutsche Anleger und Beobachter ist die Entwicklung in den USA besonders relevant, da Europa ebenfalls vor der Frage steht, wie der Aufbau von KI-Infrastruktur den Arbeitsmarkt verändern wird. Die Erfahrungen aus dem US-amerikanischen Rechenzentrumsausbau könnten dabei als Blaupause dienen – sowohl für die Chancen als auch für die Herausforderungen, die mit dem KI-Zeitalter einhergehen.

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