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BlackRock überholt Blackstone als wertvollster Vermögensverwalter der Wall Street

Während Private-Credit-Konkurrenten unter Vertrauensverlust leiden, schützt BlackRocks stabiles Geschäft mit öffentlichen Fonds das Unternehmen.

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BlackRock überholt Blackstone als wertvollster Vermögensverwalter der Wall Street

BlackRock hat in den vergangenen Jahren eine aggressive Akquisitionsstrategie verfolgt, um sein Wachstum in den Privatmärkten voranzutreiben – dem derzeit begehrtesten Segment an der Wall Street. Doch ausgerechnet in einer Phase, in der das Anlegervertrauen in diesen Sektor erschüttert ist, erweist sich BlackRocks breit aufgestelltes Geschäftsmodell als entscheidender Vorteil gegenüber der Konkurrenz.

Der weltweit größte Investmentmanager schneidet im aktuellen Marktumfeld besser ab als seine Wettbewerber. Das hat einen konkreten Effekt: BlackRock hat sich kürzlich einen Titel zurückerobert, den das Unternehmen für den Großteil der letzten fünf Jahre an den einstigen Konzernverwandten Blackstone abgetreten hatte – den des wertvollsten börsennotierten Vermögensverwalters der Wall Street.

Das öffentliche Geschäft als stabiles Fundament

Der entscheidende Unterschied liegt in BlackRocks Diversifikation. Im Gegensatz zu Firmen, die sich vollständig auf alternative Investments konzentrieren, verfügt BlackRock über ein starkes Geschäft mit öffentlichen Fonds. Dieses sammelt jährlich mehr als eine halbe Billion US-Dollar an Neugeldern ein und hat eine nachgewiesene Erfolgsbilanz des Wachstums – selbst in turbulenten Marktphasen.

Zwar musste auch BlackRock an den Märkten gewisse Einbußen hinnehmen, doch das Unternehmen steht auf einem solideren Fundament als reine Privatmarkt-Spezialisten. Genau diese Stabilität gibt Anlegern in unsicheren Zeiten Sicherheit und verschafft BlackRock einen klaren Wettbewerbsvorteil.

Alex Blostein, Analyst bei Goldman Sachs und Beobachter der Vermögensverwalterbranche, bringt die Lage auf den Punkt: „Eine der Fragen, die uns im Zusammenhang mit alternativen Vermögensverwaltern immer wieder gestellt werden, ist, dass die Anlageklasse Private Credit noch keinen vollständigen Konjunkturzyklus durchlaufen hat." Und weiter: „Bei BlackRock hat man eine viel bessere Sichtbarkeit darüber, wie sich das Geschäft in verschiedenen Umfeldern entwickelt hat, und ich denke, das gibt den Anlegern eine gewisse Sicherheit."

Stimmungswandel an der Wall Street

Das Narrativ rund um Private Markets hat sich zuletzt deutlich verschoben. Noch vor diesem Jahr hatten das explosive Wachstum bei Private Equity und Private Credit sowie die damit verbundenen hohen Managementgebühren Blackstone und seine Mitbewerber klar vor die Konkurrenz katapultiert. Firmen, die ausschließlich auf alternative Anlageklassen setzten, galten als die Gewinner des Jahrzehnts.

Nun dreht sich der Wind. Das erschütterte Vertrauen der Anleger in den Private-Credit-Sektor trifft spezialisierte Anbieter besonders hart, während BlackRocks Mischmodell aus öffentlichen und privaten Märkten seine Stärken ausspielt. Für deutsche Privatanleger, die in Vermögensverwalter investieren oder deren Produkte nutzen, ist diese Entwicklung ein wichtiges Signal: Diversifikation schützt – nicht nur im Portfolio, sondern auch im Geschäftsmodell eines Unternehmens selbst.

Die Frage, wie sich Private Credit in einem vollständigen Konjunkturzyklus schlägt, bleibt für die gesamte Branche unbeantwortet. BlackRock ist dank seines breiten Aufstellungsprofils jedoch besser positioniert, diese Unsicherheit zu überbrücken, als Wettbewerber, die nahezu ausschließlich auf Privatmarkt-Strategien setzen.

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