BlackRock knackt 14-Billionen-Marke – Aktie steigt um 6%
Der weltgrößte Vermögensverwalter BlackRock hat erstmals die Marke von 14 Billionen US-Dollar verwaltetem Vermögen überschritten. Trotz sinkender Quartalsgewinne aufgrund von Übernahmekosten übertraf das Unternehmen die Analystenerwartungen deutlich.

BlackRock, der weltgrößte Vermögensverwalter, hat zum Jahresende 2025 einen historischen Meilenstein erreicht: Das verwaltete Vermögen (Assets under Management, AuM) stieg um 5,93 Prozent und durchbrach erstmals die Marke von 14 Billionen US-Dollar. Die Aktie reagierte mit einem Kurssprung von 5,9 Prozent.
Quartalsgewinn trotz Einmalkosten über Erwartungen
Der Nettogewinn des Unternehmens sank im vierten Quartal zwar um 33 Prozent auf 1,13 Milliarden US-Dollar, was vor allem auf Einmalkosten aus der jüngsten Übernahmewelle zurückzuführen ist. Bereinigt um diese Sondereffekte verdiente BlackRock jedoch 13,16 US-Dollar je Aktie – deutlich mehr als die von FactSet ermittelten Analystenschätzungen von 12,24 US-Dollar.
Die Basisgebühren, also die Vermögensverwaltungsgebühren unabhängig von der Fondsperformance, kletterten bereinigt um Markteffekte um neun Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Gesamtumsatz legte um 23 Prozent auf 7,01 Milliarden US-Dollar zu.
Rekord-Mittelzuflüsse übertreffen Prognosen
Besonders beeindruckend entwickelten sich die Nettozuflüsse: Mit 342 Milliarden US-Dollar an frischem Kapital übertraf BlackRock die Erwartungen der Analysten deutlich. Das verwaltete Vermögen wuchs im Jahresvergleich um 22 Prozent auf 14,04 Billionen US-Dollar.
Die starke Performance profitierte von der Markterholung ab April 2025. Nachdem zunächst Befürchtungen über die Zollpläne von US-Präsident Trump die Märkte belastet hatten, schlossen die wichtigsten Indizes das Jahr nahe Rekordhochs ab.
Strategischer Umbau zeigt Wirkung
CEO Larry Finks Strategie, BlackRock vom reinen Aktien- und Anleihenverwalter zum Allround-Vermögensverwalter mit starkem Private-Markets-Geschäft zu transformieren, trägt Früchte. Die alternativen Anlagen unter Verwaltung explodierten von 290,6 Milliarden US-Dollar im Vorjahr auf 423,6 Milliarden US-Dollar.
Ein wesentlicher Treiber war die Übernahme von HPS Investment Partners im Juli 2025, einem führenden Private-Credit-Manager. "Unsere Geschäftspipeline hat sich über Produkte und Regionen hinweg erweitert", erklärte Fink in der Analystenkonferenz. "Wir sehen eine ausgezeichnete Fundraising-Aktivität."
Dividendenerhöhung als Zeichen der Stärke
Als Zeichen des Vertrauens in die weitere Entwicklung kündigte BlackRock eine Erhöhung der Quartalsdividende um zehn Prozent an. Investoren honorieren damit die erfolgreiche Diversifikationsstrategie des Konzerns.
Die gestärkte Marktposition unterstreicht BlackRocks Dominanz in der globalen Vermögensverwaltungsbranche. Mit dem erfolgreichen Jahresabschluss 2025 setzt das Unternehmen neue Maßstäbe für die gesamte Branche.
