Bilt führt 10%-Kreditkarten nach Trump-Forderung ein
Das US-Fintech Bilt reagiert auf Trumps Zinsobergrenze und bringt drei neue Kreditkarten mit 10% Einführungszins auf den Markt. Nach einem Jahr steigen die Zinsen jedoch drastisch auf bis zu 34,74%.

Das amerikanische Finanz-Startup Bilt hat am Mittwoch drei neue Kreditkarten vorgestellt, die im ersten Jahr einen Zinssatz von 10% bieten. Die Ankündigung erfolgt unmittelbar nach der Forderung von US-Präsident Donald Trump an Kreditkartenunternehmen, ihre Gebühren für ein Jahr bei 10% zu deckeln.
Drastischer Zinsanstieg nach Einführungsjahr
Der vermeintlich kundenfreundliche Schritt hat allerdings einen Haken: Nach Ablauf des ersten Jahres steigt der Zinssatz auf eine Spanne zwischen 26,74% und 34,74%. Damit liegt der reguläre Zinssatz deutlich über dem Branchendurchschnitt in den USA, der aktuell bei etwa 21-23% liegt.
Politischer Druck auf Kreditkartenbranche
Trump hatte den Kreditkartenunternehmen eine Frist bis zum 20. Januar gesetzt, um die Zinsen bei 10% zu deckeln. Diese Ankündigung hatte Anfang der Woche zu deutlichen Kursverlusten bei Bankaktien geführt. Große Kreditkartenanbieter wie Visa, Mastercard sowie die Banken JPMorgan und Bank of America verzeichneten spürbare Verluste.
Politische Unterstützung für Bilt
Der demokratische Abgeordnete Ro Khanna aus Kalifornien lobte Bilts Initiative öffentlich. "Wenn Bilt dies tun und profitabel sein kann, dann können wir die Zinssätze für die gesamte Branche bei 10% deckeln", schrieb er auf der Plattform X (ehemals Twitter).
Bedeutung für deutsche Anleger
Für Investoren in deutsche Bankaktien und Finanzwerte könnte die Entwicklung in den USA relevant werden. Sollte sich eine Zinsobergrenze durchsetzen, könnte dies auch europäische Regulierungsbehörden zu ähnlichen Schritten bewegen. Die Kreditkartensparte ist für viele Finanzinstitute ein wichtiger Ertragsträger.
