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Bill Ackman kämpft gegen absurden Abschlag bei Pershing Square USA

Starfinvestor Bill Ackman nennt den 22-Prozent-Abschlag seines neu gelisteten Fonds PSUS „schlichtweg absurd" und kündigt aggressive Marketingmaßnahmen an.

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Bill Ackman kämpft gegen absurden Abschlag bei Pershing Square USA

Milliardär und Hedgefondsmanager Bill Ackman hat sich auf seinem ersten Earnings Call seit dem gleichzeitigen Börsengang von Pershing Square USA (PSUS) und seiner Managementgesellschaft Pershing Square ungewohnt deutlich geäußert. Im Mittelpunkt stand die schwache Marktentwicklung von PSUS, die Ackman sichtlich frustriert. Den aktuellen Handelskurs seines Fonds bezeichnete er als „schlichtweg absurd".

Konkret handelt es sich um einen Abschlag von 22 Prozent auf den Nettoinventarwert (NAV) der im Fonds enthaltenen Vermögenswerte. Dieser Wert geht aus dem Halbjahresbericht des Fonds hervor und zählt laut diesem zu den größten Abschlägen unter allen US-amerikanischen Closed-End-Fonds, die auf öffentlich gehandelte Wertpapiere ausgerichtet sind. Zwar ist es bei Closed-End-Fonds grundsätzlich nicht ungewöhnlich, dass diese unterhalb ihres NAV handeln – ein Abschlag in dieser Größenordnung ist jedoch eine deutliche Ausnahme.

Ackman ruft Aktionäre zur Mithilfe auf

Um dem Abschlag entgegenzuwirken, kündigte Ackman ein aggressives Marketingprogramm an, das in Kürze starten soll. Ziel der Kampagne ist es, eine nachhaltige Nachfrage nach PSUS-Anteilen zu erzeugen. Besonderes Augenmerk legt Ackman dabei auf Finanzberater, die eine Schlüsselrolle bei der Kapitalallokation von Privatanlegern spielen. Darüber hinaus appellierte er direkt an seine bestehenden Aktionäre, das „Wort zu verbreiten", um die Liquidität zu verbessern und den Abschlag zu verringern.

Neben der Diskussion um PSUS gewährte der Earnings Call auch einen Blick auf die breitere Investmentstrategie von Ackman. Demnach haben seine Aktienfonds in diesem Jahr bislang hinter den allgemeinen Marktbenchmarks zurückgeblieben. Als Reaktion auf diese Underperformance leitet Ackman eine umfassende Portfolioumstrukturierung ein.

Neue Positionen in Netflix und Visa

Im Rahmen dieser strategischen Neuausrichtung hat Ackman neue, mit hoher Überzeugung eingegangene Positionen in bedeutenden Unternehmen wie Netflix und Visa aufgebaut. Diese Investments sollen als Katalysatoren dienen, um die Performancekurve der Firma in den kommenden Quartalen wieder nach oben zu drehen. Beide Unternehmen gelten als etablierte Größen in ihren jeweiligen Branchen und passen zu Ackmans bekanntem Ansatz, auf qualitativ hochwertige Unternehmen mit langfristigem Wachstumspotenzial zu setzen.

Darüber hinaus gab Ackman einen Ausblick auf die weitere Expansion seiner Investmentplattform. Er bestätigte Pläne zur Auflegung eines neuen Fonds, der sich gezielt auf Venture-Investments konzentrieren soll. Dieser Schritt signalisiert den Willen, über den traditionellen Fokus auf börsennotierte Aktien hinaus zu diversifizieren und auch im Bereich der Privatmarktinvestitionen Fuß zu fassen.

Markt bleibt skeptisch

Der gleichzeitige Börsengang der Managementgesellschaft und des PSUS-Fonds war ursprünglich darauf ausgelegt, Anlegern einen transparenteren und zugänglicheren Weg zu bieten, um von Ackmans Investmentstil zu profitieren. Der anhaltende Abschlag von 22 Prozent deutet jedoch darauf hin, dass der Markt vom Mehrwert der Closed-End-Struktur im aktuellen Zins- und Wirtschaftsumfeld noch nicht vollständig überzeugt ist.

Die Finanzwelt wird nun genau beobachten, ob Ackmans direkte Ansprache an Investoren und die Portfoliorotation in Titel wie Netflix und Visa ausreichen, um die Bewertungslücke zu schließen und das Vertrauen in die Marke Pershing Square wiederherzustellen. Für deutsche Privatanleger, die in ähnliche Vehikel wie Closed-End-Fonds oder Investment-Trusts investieren, verdeutlicht der Fall PSUS einmal mehr das strukturelle Risiko solcher Produkte: Selbst ein renommierter Fondsmanager kann nicht verhindern, dass der Marktpreis erheblich vom inneren Wert abweicht.

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