ANZEIGE

Big Tech drosselt Aktienrückkäufe – Nvidia als mögliche Ausnahme

Die Magnificent Seven haben ihre Aktienrückkäufe drastisch reduziert. Nvidia könnte beim Quartalsbericht eine Ausnahme bilden.

2 Min
Big Tech drosselt Aktienrückkäufe – Nvidia als mögliche Ausnahme

Die Aktienrückkäufe der großen Tech-Konzerne haben in diesem Jahr deutlich an Fahrt verloren. Bei den sogenannten „Magnificent Seven" – den sieben größten US-Technologiewerten – sind die Rückkäufe eingebrochen, während sie im breiteren S&P 500 insgesamt relativ stabil geblieben sind. Alle Augen richten sich nun auf Nvidia, das als letzter der Megacaps seine Quartalszahlen vorlegt.

Ohne Nvidia beliefen sich die Rückkäufe der übrigen Magnificent-Seven-Mitglieder im letzten Quartal auf knapp unter 17 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Rückgang von 55 Prozent gegenüber dem Vorquartal und sogar 71 Prozent weniger als noch ein Jahr zuvor. Damit hat einer der wichtigsten Kurstreiber für Technologieaktien erheblich an Bedeutung verloren.

Aktienrückkäufe gelten als einer der beliebtesten „Rückenwinde" für Aktienmärkte: Wenn Unternehmen eigene Aktien zurückkaufen, reduzieren sie die Anzahl der im Umlauf befindlichen Papiere, was den Gewinn je Aktie steigert und den Kurs stützt. Ein deutlicher Rückgang dieser Aktivität kann daher als Signal für eine vorsichtigere Kapitalallokation der Unternehmen gewertet werden.

Nvidia im Fokus: Rückkäufe auf Zweijahrestief

Nvidia selbst hat im vergangenen Geschäftsjahr, das im Januar endete, rund 40 Milliarden US-Dollar für Aktienrückkäufe ausgegeben – ein Anstieg von 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Doch im vierten Quartal brachen die Rückkäufe auf weniger als 4 Milliarden US-Dollar ein, das niedrigste Niveau seit zwei Jahren.

Besonders bemerkenswert ist dieser Rückgang vor dem Hintergrund, dass Nvidia über reichlich freien Cashflow verfügt. Anleger fragen sich daher, ob der Chipkonzern beim bevorstehenden Quartalsbericht am Mittwoch wieder verstärkt eigene Aktien erworben hat – oder ob die Zurückhaltung anhält.

Das Marktumfeld, in dem diese Zahlen veröffentlicht werden, ist angespannt. Die Futures deuten auf eine verhaltene Eröffnung der Aktienmärkte hin. Die Rohölpreise der Sorte Brent halten sich bei rund 110 US-Dollar pro Barrel, während die Renditen für Staatsanleihen auf Mehrjahreshöchstständen verharren. Hinzu kommt die Unsicherheit rund um geopolitische Entwicklungen sowie die Sorge vor einer länger anhaltenden Inflation.

Bedeutung für Anleger

Für deutsche Privatanleger, die in US-Technologiewerte investiert sind, ist die Entwicklung der Rückkaufprogramme ein wichtiger Indikator. Rückkäufe signalisieren, dass ein Unternehmen seine eigenen Aktien für unterbewertet hält und ausreichend Kapital zur Verfügung hat. Ein Rückgang kann auf strategische Neuausrichtungen, erhöhte Investitionsausgaben oder schlicht auf eine vorsichtigere Haltung des Managements hindeuten.

Nvidia gilt als Schlüsselunternehmen im Bereich Künstliche Intelligenz und ist der letzte der großen Megacaps, der seine Quartalsergebnisse vorlegt. Die Frage, ob der Konzern seine Rückkaufaktivitäten wieder hochfährt oder weiter drosselt, dürfte die Stimmung am Markt maßgeblich beeinflussen – nicht nur für die Nvidia-Aktie selbst, sondern auch für den breiteren Technologiesektor.

AktienrückkäufeNvidiaMagnificent SevenBig TechS&P 500QuartalsergebnisseTechnologieaktien

Meistgelesene News

  1. Chevron und Halliburton: Öldeal mit Venezuela treibt Aktienkurse an
  2. Tesla am Scheideweg: Rekordumsatz trifft auf milliardenschwere KI-Ambitionen
  3. Teslas 25-Milliarden-Wette: Vom Autobauer zum KI-Roboter-Konzern
  4. Tesla-Robotaxi-Strategie und BYD-Expansion prägen das globale EV-Duell
  5. Führungswechsel bei Volksbank Brawo und L3Harris erschüttern Märkte

Disclaimer