Bessent kritisiert Powell-Teilnahme an Supreme Court Anhörung
US-Finanzminister Scott Bessent hat Fed-Chef Jerome Powell aufgefordert, den Anhörungen vor dem Supreme Court fernzubleiben. Die Verhandlung befasst sich mit Trumps Versuch, Fed-Gouverneurin Lisa Cook zu entlassen.

US-Finanzminister Scott Bessent hat sich am Dienstag gegen die geplante Teilnahme von Jerome Powell an den kommenden Anhörungen vor dem Obersten Gerichtshof ausgesprochen. Der Vorsitzende der Federal Reserve (Fed) plant laut einem Bericht von CNBC, bei den mündlichen Verhandlungen anwesend zu sein, die sich mit Präsident Donald Trumps Befugnis zur Absetzung von Zentralbank-Gouverneuren befassen.
Streit um Entlassung von Lisa Cook
Im Zentrum der Auseinandersetzung steht die Fed-Gouverneurin Lisa Cook, die Trump im August 2024 aus dem Fed-Vorstand entlassen hatte. Als Begründung nannte der Präsident Vorwürfe des Hypothekenbetrugs. Cook verbleibt jedoch trotz der Entlassungsverfügung weiterhin in ihrer Position bei der US-Notenbank und hat den Fall vor den Supreme Court gebracht.
Zunehmende Spannungen zwischen Trump und Powell
Die Kontroverse verschärft die ohnehin angespannten Beziehungen zwischen der Trump-Administration und der Federal Reserve. Der Präsident hat in der Vergangenheit wiederholt damit gedroht, auch Fed-Chef Powell selbst zu entlassen. Die Unabhängigkeit der Zentralbank gilt traditionell als wichtiger Grundpfeiler der US-Geldpolitik.
Powell unter strafrechtlicher Untersuchung
Die Äußerungen von Finanzminister Bessent erfolgen zu einem heiklen Zeitpunkt. Powell hatte erst kürzlich in einer seltenen Videoerklärung offengelegt, dass er Gegenstand strafrechtlicher Ermittlungen ist. Details zu den Vorwürfen wurden bisher nicht bekannt gegeben.
Bedeutung für die Fed-Unabhängigkeit
Die anstehende Verhandlung vor dem Supreme Court könnte weitreichende Folgen für die institutionelle Unabhängigkeit der Federal Reserve haben. Sollte das Gericht Trumps Befugnis zur Entlassung von Fed-Gouverneuren bestätigen, würde dies die traditionelle Autonomie der US-Notenbank erheblich schwächen. Anleger beobachten die Entwicklung mit Sorge, da eine politische Einflussnahme auf die Geldpolitik die Glaubwürdigkeit der Fed untergraben könnte.
