Bernstein empfiehlt 5 US-Chip-Aktien für 2026
Das Analysehaus Bernstein bleibt optimistisch für den US-Halbleitersektor und hebt fünf Aktien hervor. KI-Investitionen und steigende Nachfrage nach Fertigungsanlagen treiben den Markt.

Das renommierte Analysehaus Bernstein hat seine bullische Haltung für ausgewählte US-Halbleiterwerte für 2026 bekräftigt. Analyst Stacy Rasgon sieht weiterhin starke Wachstumstreiber durch anhaltende KI-Investitionen und eine zunehmende Nachfrage nach Wafer-Fertigungsanlagen.
Nvidia und Broadcom als Top-Favoriten
An der Spitze der Empfehlungen stehen Nvidia und Broadcom. Bernstein bezeichnet beide als "Top-Empfehlungen" und begründet dies mit ungebremsten KI-Ausgaben. Die Bewertungen erscheinen dem Analysehaus "äußerst attraktiv", insbesondere da die Geschäftszahlen eine klare Aufwärtstendenz zeigen.
Trotz intensiven Wettbewerbs scheint Nvidia seine Führungsposition auszubauen. Rasgon bevorzugt die Produkt-Roadmap von Nvidia gegenüber der des Konkurrenten AMD und sieht das Unternehmen weiterhin als Hauptprofiteur der KI-Revolution.
Zulieferer profitieren vom Boom
Auch Hersteller von Halbleiter-Fertigungsanlagen bleiben Überzeugungstitel. Bernstein empfiehlt Applied Materials und Lam Research mit "Outperform" und würde diese Aktien "selbst bei schwindelerregenden Bewertungen halten". Die sogenannten Semicap-Werte haben 2025 bereits neue Höchststände erreicht.
Die steigende Wahrscheinlichkeit positiver Revisionen der Prognosen für Wafer-Fertigungsanlagen stützt diese Einschätzung. Der weltweite Ausbau der Chip-Produktionskapazitäten treibt die Nachfrage nach Fertigungsausrüstung an.
Qualcomm komplettiert die Top 5
Qualcomm rundet die Liste der favorisierten Aktien ab. Bernstein hält an der positiven Einschätzung fest, während Apple als Kunde aus dem Bewertungsmodell herausfällt. Der Analyst sieht Veränderungen unter der Oberfläche, die für Investoren "wünschenswert" sein könnten, sobald die Apple-bedingten Störfaktoren nachlassen.
Vorsicht bei Analog-Chips
Weniger optimistisch zeigt sich Bernstein bei analogen Chipherstellern. Hohe Bewertungen und ein unsicherer Erholungspfad dämpfen hier die Erwartungen. Auch Intel bleibt trotz politischer Unterstützung unattraktiv, während AMD lediglich mit "Market Perform" bewertet wird.
Rasgon fasst zusammen: "Wir sehen wenig Grund, unsere allgemeine Perspektive zu ändern." Der Fokus liegt weiterhin auf Unternehmen, die am besten positioniert sind, um von nachhaltigen KI-Investitionen zu profitieren.
