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Berkshire Hathaway kauft Delta Air Lines und Macy's Aktien

Unter CEO Greg Abel baut Berkshire Hathaway neue Positionen auf und trennt sich gleichzeitig von mehreren kleineren Beteiligungen.

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Berkshire Hathaway kauft Delta Air Lines und Macy's Aktien

Berkshire Hathaway hat im ersten Quartal 2026 neue Aktienpositionen in Delta Air Lines und Macy's aufgebaut. Das geht aus einer am Freitagnachmittag veröffentlichten Pflichtmitteilung hervor. Die Nachricht ließ die Aktien beider Unternehmen im nachbörslichen Handel deutlich steigen.

Konkret erwarb das in Omaha, Nebraska, ansässige Konglomerat fast 40 Millionen Aktien von Delta Air Lines sowie rund 4 Millionen Aktien des Warenhauskonzerns Macy's. Delta-Aktien legten daraufhin nachbörslich um rund 3 Prozent zu, Macy's-Papiere stiegen sogar um etwa 5 Prozent. Für Anleger gilt ein Einstieg von Berkshire Hathaway traditionell als starkes Qualitätssignal.

Abgänge aus dem Portfolio

Gleichzeitig trennte sich Berkshire im ersten Quartal von mehreren Positionen. Aufgelöst wurden die Beteiligungen an Aon PLC, Amazon.com, Domino's Pizza, Mastercard, Visa und der UnitedHealth Group. Diese Positionen stellten kleinere Anteile im Gesamtportfolio dar und wurden möglicherweise vom ehemaligen Investmentmanager Todd Combs verwaltet, der im April zu JPMorgan Chase wechselte.

Besonders auffällig reagierte die UnitedHealth-Aktie auf die Nachricht: Sie fiel nachbörslich um 2,4 Prozent. Die übrigen aufgelösten Positionen zeigten sich kaum verändert. Der Verkauf dieser Beteiligungen dürfte im Zusammenhang mit dem Abgang von Combs stehen, der als Verwalter dieser kleineren Portfoliopositionen gilt.

Greg Abel führt Berkshire in neuer Ära

Die Quartalsberichte kommen erstmals unter der Führung von Greg Abel, der im Januar 2026 den Posten des CEO übernahm. Sein Vorgänger war der legendäre Investor Warren Buffett, der nach Jahrzehnten an der Spitze des Unternehmens zurückgetreten war. Abel steht damit vor der Aufgabe, das Erbe Buffetts fortzuführen und gleichzeitig eigene Akzente zu setzen.

Abel bekräftigte dabei den bewährten Investmentansatz des Unternehmens. Er bezeichnete Apple, American Express, Coca-Cola und Moody's als Kernpositionen des Portfolios und erklärte, dass Berkshire seinen konzentrierten Ansatz bei Aktieninvestitionen beibehalten werde. Dieser Fokus auf wenige, hochwertige Beteiligungen ist ein Markenzeichen der Berkshire-Strategie seit Jahrzehnten.

Neben den genannten Kernpositionen hält Berkshire Hathaway weiterhin große Beteiligungen unter anderem an der Bank of America, Chevron und Occidental Petroleum. Das Unternehmen gilt als eines der bekanntesten und meistbeobachteten Investmentvehikel der Welt. Jede Portfolioveränderung wird von Anlegern und Analysten weltweit genau verfolgt, da Berkshires Entscheidungen oft als Richtungsweiser für den Gesamtmarkt interpretiert werden.

Für deutsche Privatanleger sind die Quartalsmitteilungen von Berkshire Hathaway stets von besonderem Interesse. Die Pflichtmitteilungen, sogenannte 13F-Filings, geben einen detaillierten Einblick in das Aktienportfolio des Unternehmens und erscheinen jeweils einige Wochen nach Quartalsende. Sie zeigen, welche Wetten eines der erfolgreichsten Investmentunternehmen der Geschichte aktuell eingeht.

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