Bawag Q4: Kreditwachstum treibt stabile Ertragsentwicklung
Die österreichische Bawag zeigt im vierten Quartal eine solide Performance. Das Kreditwachstum erweist sich als Haupttreiber, während die Nettozinsmarge trotz neuer Geschäftsfelder stabil bleibt.

Die Bawag Group meldet für das vierte Quartal 2024 eine stabile Umsatzentwicklung, wobei das Kreditwachstum als zentraler Wachstumstreiber fungiert. Dies geht aus einem Vorab-Update des Managements gegenüber Analysten hervor.
Linearer Anstieg beim Nettozinsertrag
Der Nettozinsertrag (NII) wird laut Management in den Jahren 2025 bis 2027 einen linearen Verlauf nehmen. Analysten gehen davon aus, dass die Hochrechnung für das vierte Quartal 2025 die beste Orientierung für die Performance im Jahr 2026 bieten wird. Dies stellt eine schrittweise Annäherung an die strategischen Ziele der Bank für 2027 dar.
Die Nettozinsmarge (NIM) zeigt sich mit 325 bis 330 Basispunkten robust und bleibt trotz der Integration des starken Barclaycard-Geschäfts stabil. Das Einlagen-Beta hält sich konstant bei etwa 38 Prozent, was auf eine ausgewogene Zinspolitik hindeutet.
Provisionserträge und Kostenentwicklung
Die Provisionserträge setzten im vierten Quartal den bereits in den ersten neun Monaten des Jahres beobachteten positiven Trend fort. Die operativen Aufwendungen entwickelten sich erwartungsgemäß ohne besondere Überraschungen. Die regulatorischen Gebühren für das vierte Quartal wurden unverändert bei 10 Millionen Euro veranschlagt.
Risikokosten mit saisonalen Schwankungen
Bei den Risikokosten verzeichnete die Bank im Quartal eine stabile Entwicklung mit einigen saisonalen Schwankungen. Dabei wurde eine Abschreibung auf First Brands in Höhe von knapp 8 Millionen Euro verbucht.
Kapitaloptimierung durch synthetischen Risikotransfer
Auf der Kapitalseite realisierte die Bawag im vierten Quartal einen synthetischen Risikotransfer (SRT) im Konsumentengeschäft. Dieser Schritt führte zu einer Reduktion der risikogewichteten Aktiva (RWA). Das am Montag gestartete Aktienrückkaufprogramm wurde bereits im vierten Quartal vom Kapital abgezogen.
Die Nettoauswirkung auf das Kapital blieb trotz des starken Kreditwachstums, das zu höheren RWA führte, minimal. Dies zeigt die erfolgreiche Kapitaloptimierung der österreichischen Bank, die ihre strategischen Ziele weiterhin konsequent verfolgt.
