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BAT-Boardmitglied kauft Aktien für 247.500 Pfund beim Kursrückgang

Matthew Wright, neues nicht geschäftsführendes Mitglied des BAT-Boards, nutzt den Kursrückgang für seinen ersten Aktienkauf als Director.

• 2 Min
BAT-Boardmitglied kauft Aktien für 247.500 Pfund beim Kursrückgang

Matthew Wright, seit November 2025 nicht geschäftsführendes Mitglied des Verwaltungsrats von British American Tobacco (BAT), hat in der vergangenen Woche Aktien des FTSE-100-Konzerns im Wert von 247.500 Britischen Pfund erworben. Es handelt sich dabei um seinen ersten Aktienkauf in seiner Funktion als Director – und das Timing gilt als bemerkenswert geschickt, da die BAT-Aktie zuletzt erheblich unter Druck geraten war.

Der Kauf erfolgt vor dem Hintergrund einer schwierigen Phase für den britischen Tabakriesen. Im Juni hatte BAT gewarnt, dass Umsatz und Gewinn für das Gesamtjahr enttäuschen könnten, da sich der Rückgang der weltweiten Zigarettenabsätze beschleunigt. Das Unternehmen erklärte, dass das Wachstum am „unteren Ende" seiner Zielspanne von 3 bis 5 Prozent beim Umsatz und 4 bis 6 Prozent beim Gewinn liegen könnte.

Im Juli geriet die Aktie erneut unter Druck, nachdem BAT seine Schätzungen für den Rückgang des traditionellen Zigarettenmarktes nach unten revidiert hatte. Für das Jahr 2026 erwartet der Konzern nun einen Marktvolumenrückgang von 3 Prozent – gegenüber den ursprünglich im Februar prognostizierten 2,5 Prozent. Diese Anpassung verstärkte die Sorgen der Anleger über die langfristige Entwicklung des Kerngeschäfts.

Traditionelle Zigaretten dominieren trotz Wandel

Trotz intensiver Bemühungen, das Geschäftsmodell in Richtung alternativer Nikotinprodukte zu transformieren, machen klassische Zigaretten nach wie vor rund vier Fünftel des Gesamtumsatzes von BAT aus. Der Konzern setzt dabei auf sogenannte „rauchfreie" Produkte wie Nikotinbeutel und E-Zigaretten (Vapes), um den strukturellen Rückgang im Kerngeschäft zu kompensieren. Doch der Wandel verläuft langsamer als erhofft.

Die Analystengemeinschaft ist in ihrer Einschätzung gespalten. Während einige Experten von der strategischen Transformation des Konzerns hin zu einer „rauchfreien Zukunft" überzeugt sind, zeigen sich andere deutlich skeptischer. RBC Capital Markets etwa prognostiziert für das Gesamtjahr lediglich ein Wachstum des operativen Gewinns von 3,6 Prozent – und liegt damit sogar noch unter dem unteren Ende der eigenen Managementprognose von 4 bis 6 Prozent.

Margendruck durch neue Produktkategorien

Der Grund für die verhaltene Einschätzung von RBC liegt in der Margenstruktur der neuen Produktkategorien. Neuere Nikotinquellen wie Vapes und Nikotinbeutel sind laut der Bank mit deutlich niedrigeren Margen verbunden als das klassische Zigarettengeschäft. Da BAT seine Präsenz in diesen Segmenten schrittweise ausbaut und gleichzeitig die Absatzmengen für traditionelle Zigaretten sinken, erwartet RBC, dass sich diese Dynamik langfristig als Belastung für die Rentabilität des Konzerns erweisen wird.

Vor diesem Hintergrund ist der Einstieg von Boardmitglied Matthew Wright ein klares Signal. Insider-Käufe – also Aktienkäufe durch Mitglieder des Vorstands oder Aufsichtsrats – werden von Marktteilnehmern traditionell als positives Zeichen gewertet, da sie darauf hindeuten, dass das Management die aktuelle Bewertung als attraktiv einstuft. Wright investierte mit 247.500 Pfund einen substanziellen Betrag und setzt damit ein deutliches Vertrauenssignal in die künftige Entwicklung von British American Tobacco.

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